DAS NEBENPODEST

 

Strampeln, um des Sieges willen! Im Sport, im Beruf, im Privatleben.


Und doch – oder gerade deswegen? – erfreut sich der Mensch an konkurrenz- und wettbewerbslosem Miteinander und ergötzt sich an Idyllischem und Entspannendem. Indessen: Geht es darum, wieder mal antreten zu müssen, um unter den Besten zu sein, fällt er wieder in sein erlerntes Strampeln zurück!

Es liest sich überall und oft, dass Schreiben ein Handwerk sei! Ist es das wirklich? Ein Handwerker ist doch jemand, der hämmert, zimmert, streicht, tapeziert, malt, schweißt, sägt, schustert und noch ein paar Dutzend Dinge mehr mit seinen Händen vollbringt.

 

Klar, diejenigen, die schreiben, gebrauchen auch ihre Hände, ganz gleich, ob mit ihnen nun auf einer Schreibmaschine herumgehackt, eine Laptop- oder PC-Tastatur malträtiert wird oder sie einen Stift übers Papier flitzen lassen …, in gewisser Weise könnte man also auch hier von Handarbeit reden. Allerdings, lässt sich diese auch mit zwei  untalentierten, „linken Händen" verrichten. Das, was geschrieben wird, ist jedoch nicht das Werk ihrer Hände.

 

Nun bauen unzählige Heimwerker*innen liebevoll ihren eigenen Wintergarten, kochen ihr Gourmet-Menü, tapezieren ihr Wohnzimmer und zementieren ihre Garageneinfahrt. Nicht wenige von ihnen sind dabei besser und vor allem fantasievoller als viele Profis. Deshalb gleich eine Firma zu eröffnen, käme ihnen deshalb aber noch lange nicht in den Sinn (von Ausnahmen abgesehen). Nicht zuletzt, weil eben dies bedeuten würde, ihre Kreativität und ihr Können zum verkäuflichen Produkt machen zu müssen und sich  damit den Vorgaben und der Konkurrenz des freien Marktes auszusetzen.

 

Beim Schreiben ist es ähnlich, was die Qualität der Texte anbelangt. Innerhalb eines einfachen Schreibstils, bis hin zur Kunst, ein sprachliches Vokabular virtuos zu Papier bringen zu können, lässt auf den Bildungsstand, noch mehr jedoch auf das Talent des/der Schreibenden schließen.

 

Schreiben kann man lernen. Talent hat man oder man hat es nicht. Beides vereint, kann überdurchschnittliches bewirken.

 

Treffend sagt Sissy Leger-Lohr; „Autor*innen sind ein hochsensibles Völkchen, und ihre Texte, das sind ihre Babys.“

 

Wir möchten alle jungen und jung gebliebenen, talentierten Hobby-Autor*innen weiter ermuntern, Geschichten zu schreiben und gute Unterhaltung zu produzieren.

 

 

Das heißt, zu ihren Babys Sorge zu tragen, sie wohlgenährt und fröhlich heranwachsen zu lassen, damit sie eine große Leser-Welt erfreuen können.