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Pierre Montagnard

   

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September 2020

Liebe Mitglieder, liebe Autor/innen, liebe Leserinnen und Leser

 

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Ebenso geeignet sind kleine Reportagen über das Land oder die Stadt oder die Schule des neuen Mitgliedes. Die Berichte dürfen immer mit bis zu vier Fotos und/oder Zeichnungen begleitet sein.

 

Auch Beiträge von Nichtmitgliedern sind willkommen, der Umfang darf drei A-4 Seiten nicht übersteigen. Ein Fortsetzungsroman müsste vor-angemeldet werden (max. 6 Folgen zu je drei Seiten und alle Folgen gleichzeitig eingereicht).

 

 

Lesen Sie im September die folgenden Beiträge:

 

 

     Dr. Peter Vollbrecht. Das Corona-Tagebuch  (Sprung nach vorne zum 26. Eintrag vom 17. August 2020)  Angst und Risiko

  

     Pauli Esposito: Wir stammen nicht vom Affen ab! (Teil V)

 

     Valerie Kyburz: Aufbruchstimmung: Zum Theater! Zum Film!

 

 

     Schreibwettbewerb 2. Semester 2020. Die Welt retten? Wie?

 

 

 

Das Corona-Tagebuch

 

Aktuellster Eintrag vom 17. August 2020

 

(von Dr. Peter Vollbrecht)

 

 

Angst und Risiko

 

 

Ich muss noch einmal auf die Angst zurückkommen. Mit ihr begann ich mein Corona-Tagebuch: „Ja, geben wir es uns zu, wir haben Angst.“ Das schrieb ich, als mir der Weltuntergang nahe schien im März 2020.

Letzte Woche war ich zusammen mit H. bei E. eingeladen, einen Abend auf der Terrasse mit großem Panoramablick auf die schwäbische Alb zu verbringen. Es war ein sehr warmer Sommerabend, und da der kurvige Weg hinauf in den Welzheimer Wald einige Motorrad-Freuden versprach, verabredete ich mit E., nicht zu ihm ins Auto zu steigen, sondern mit meinem Bike zu kommen. Dort angelangt, ging die Haustür auf und die beiden älteren Herren traten heraus, mit Maske bekleidet. Ich hielt es zunächst für einen Witz, für einen Willkommensscherz, vielleicht verleitete mich zu dieser Interpretation auch der Eindruck, den maskierte Gesichter mir manchmal erzeugen, nämlich ein breites Grinsen von Ohr zu Ohr. Sieh her, so humoristisch gehen wir mit der Situation um, schien mir vor allem H. sagen zu wollen, so witzig bin ich. Doch sehr schnell begriff ich, dass hier der Ernst den Ton angab, und als ich meinen ersten etwas despektierlich geratenen Kommentar abgab, konterte E: ob ich keine Nachrichten höre, ob ich nicht das RKI kenne? 

 

Der Abend war dann sehr schön, warm und freundschaftlich, ich akzeptierte, dass der Weg durch die Wohnung zur Terrasse oder von dort zur Toilette nur mit Mund- und Nasenschutz erlaubt sei, schließlich übt E. ja sein Hausrecht aus. Auf der Terrasse übrigens durften wir die Maske abnehmen, so wie man im Restaurant es tut, wenn man seinen Platz bezogen hat. Und beide gehören ja auch zur Risikogruppe, zu denen mit Vorerkrankungen. Alles verständlich also, und alsbald nagte an mir mein Gewissen, mich bei der Begrüßung so wenig empathisch gezeigt zu haben.

 

Aber dennoch – wenn ich die Angst einmal von meinen beiden Freunden ablöse und sie als gesellschaftliches Phänomen betrachte, dann in der Tat wird mir angst und bange. Angst sei ein schlechter Ratgeber, sagte irgendwann einmal ein Politiker zu irgendeiner größeren Weltkrise. Davon handelte ausführlicher mein erster Tagebuch-Eintrag. 

 

Heute, fast fünf Monate später, schält sich mir aus der Angst immer stärker ihr unsozialer Charakter heraus. Denn wenn ich meine Angst vor Infektion zur leitenden Maxime meines Handelns mache, dann erwarte ich von denen, die den Laden am Laufen halten, ziemlich genau das Gegenteil: Da draußen soll bitteschön alles weiter funktionieren. Die Polizisten sollen sich weiterhin anpöbeln lassen, wenn sie eine Party in einem Park auflösen. Die Ärzte sollen mir weiterhin zur Verfügung stehen, wenn mich Krankheiten plagen. Die Erzieherinnen und Lehrer sollen weiterhin die Kinder betreuen und bilden. Die Welt dort draußen soll sich nicht auflösen, denn auch wenn ich mich aus ihr zurückziehe, so benötige ich sie weiterhin für meine Grundversorgung. Ja, auch die Produktion, der Handel, der gesamte gesellschaftliche Verkehr sollen weitergehen, ansonsten versinkt die Gesellschaft im Elend und meine eigene materielle Basis – meine Anlagenvermögen, meine Immobilienwerte, meine Pensionszahlungen, meine Energie- und Nahrungsmittel-Versorgung – schmilzt wie Butter in der Sonne. Zudem brächen sehr schnell soziale Unruhen aus, und irgendwann stünden Maskierte mit Baseballschlägern vor meiner Wohnungstür. Ich mute anderen Risiken zu, die ich selbst nicht zu tragen gewillt bin.

 

Das Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsfor-schung hat in den Monaten April bis Juni 5700 Teilnehmer einer Studie auf ihre persönliche Einschätzung hin befragt, wie hoch sie ihr persönliches Risiko einschätzen, innerhalb des nächsten Jahres ernsthaft an Covid-19 zu erkranken und auf einer Intensivstation mit lebensrettenden Maßnahmen behandelt werden zu müssen. Im Mittel gaben 20–25 Prozent der Befragten an, sie sähen für sich diese Gefahr. Wie nicht anders zu erwarten ist, ergaben Feindifferenzierungen dabei weitreichende Unterschiede in den Altersgruppen. Aufschlussreich ist aber die eklatante Überschätzung des eigenen Risikos, das etwa bei einem Prozent liegt. Die Fehleinschätzung sei, so der Autor der Studie, Gert Wagner, bei neuartigen Risiken durchaus normal. So sei die Angst, Opfer eines Terrorangriffs zu werden, signifikant verbreiteter als die Befürchtung, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen.

Es gibt noch ein anderes Leben als das leibliche, habe ich mehrfach in meinem Tagebuch geschrieben. Zu dieser Aussage stehe ich immer noch, auch wenn es manchen Unsinn gibt, den ich hier schreibend mittlerweile verzapft habe. Aber der Satz gilt immer noch, denn er hebt den Umstand hervor, dass Menschen kooperative Wesen sind, die sich im Lauf der Zivilisation hochdifferenzierte Sozialsysteme geschaffen haben, von denen das leibliche Leben gehalten, getragen und geschützt wird. Diese Systeme bedürfen ihrerseits nun des Schutzes vor einer Angstpsychose. Es gibt noch ein anderes Leben als das leibliche, habe ich mehrfach in meinem Tagebuch geschrieben. Zu dieser Aussage stehe ich immer noch, auch wenn es manchen Unsinn gibt, den ich hier schreibend mittlerweile verzapft habe. Aber der Satz gilt immer noch, denn er hebt den Umstand hervor, dass Menschen kooperative Wesen sind, die sich im Lauf der Zivilisation hochdifferenzierte Sozialsysteme geschaffen haben, von denen das leibliche Leben gehalten, getragen und geschützt wird. Diese Systeme bedürfen ihrerseits nun des Schutzes vor einer Angstpsychose.

 

Das ist eine Aufgabe, die die Politik, die Wirtschafts- und Interessenverbände, die Kirchen (wo ist ihre Stimme?), die Medien und jeden einzelnen Bürger in die Pflicht nimmt. Gewiss und zugestanden: Die Institutionen haben es dabei leichter als die Bürger selbst, denn sie riskieren ja nicht Leib und Leben. Auf der anderen Seite tut sich vor allem die Politik dabei schwer. Sie muss das Thema Risiko auch denen näherbringen, die sich unbedenklich oder gar coronamüde zeigen, und sie muss dabei der Versuchung widerstehen, mit neuen Beschränkungen zu drohen. Denn solche Strategien erhöhen nur die Fieberkurve der Angst bei denen, die sich ohnehin aus dem öffentlichen Leben abgemeldet haben. Sie würden, bestärkt durch disziplinierenden Krisenlärm, ihren Wiedereintritt weiter verzögern. An den partylustigen Hedonisten gehen die Drohungen ohnehin vorbei.

Wir brauchen einen entspannteren Umgang untereinander. Alarmismus kann keine langfristige und nachhaltige Strategie sein, mit der die wirtschaftlichen Existenzen zu retten sind.

 

Alle Eintragungen aus dem Corona-Tagebuch seit Beginn am 19. März 2020 in chronologischer Reihenfolge, finden Sie wie folgt auf:

 

www.pierremontagnard.com

Rubrik: Aktuelles, Link: Weltgeschehen

 

Ebenso bei Dr. Peter Vollbrecht,

 

www.philosophisches-forum.de

 

 

 

Pauli Esposito

 

Wir stammen nicht vom Affen ab! Teil V

(Urheberrechte & Copyrights © by Pauli Esposito)

 

Was wir, also ca. 12,5 Millionen Gesinnungsgenossen (ich bin darin mit eingeschlossen!), sehen, jedoch nicht begreifen können, ist, dass die Ausgesetzten aus Planetarien tatsächlich dieses offensichtliche Problem der Überbevölkerung gar nicht erkennen wollen. (es ist ihnen völlig schnuppe). Teilweise dürfte sich das „nicht-erkennen-wollen“ darin begründen, dass durch die Deformation und Degenerierung des einzelnen Individuums, (zwangshafte Flucht in die Kapitalwelt), wo eine möglichst große Zahl an beschäftigten Erdenbürgern, also die arbeitende Masse, die nach dem Austauschmittel Geld lechzt, Dinge herstellen und verkaufen muss, welche ohne jeglichen Nutzen sind und dadurch eine Rückkehr zu einem natürlichen Leben (Natur, Selbstversorger), endgültig abhandengekommen und für immer gestorben ist.

 

Dass dadurch immer mehr Ghettos, Favelas, Slums, also Elendsviertel geschaffen werden, interessiert kaum jemand und die „großen Samariter“, die mit ab und zu Spenden oder einer Patenschaft sich gleich als Weltretter aufspielen, sind genauso Ignoranten wie die, die nie etwas spenden. Mit dem lächerlichen Austauschmittel Geld wurde zur Rettung der Welt noch gar nichts Positives bewegt. Natürlich kann man damit herumprahlen, sich wichtigmachen und innerhalb einiger Milliarden Dummköpfen Eindruck schinden, sogar ein Gewissen beruhigen (sofern vorhanden), aber sonst? Hilfswerke? Taschenfüller! Groß in Mode sind natürlich Stiftungen, die vorgeben, den Armen dieser Welt zu helfen. Die Idee dazu hatte schon Al Capone!!

 

Bei dieser Gelegenheit ein kleiner Gedankenflash; kann mir jemand nachweisen, dass er schon einmal durch ein Affen-Ghetto, eine Affen-Favela oder ein Affen-Slum gepilgert ist? Nein? Ich auch nicht! Komisch, nicht wahr? Dagegen sehen wir Millionen von sogenannten Tierliebhabern. Sie verfügen über genügend von dem Austauschmittel Geld, mieten oder kaufen sich große, moderne Geländewagen und versauen in tausendfachen Trecks Tag und Nacht die zum Naturschutzgebiet vorgelogenen Tier-Reservate vorwiegend in Afrika.

 

Absicht: Eindringen, aufscheuchen, stören, belästigen, filmen, fotografieren, mit Lärm und Abgas ein Paradies verkommen lassen, um sich aufzugeilen daran, wie ein paar Löwen einen Büffel reißen.

 

Dazu gab ein (siehe YouTube), wohl völlig kranker Zeitgenosse den Kommentar ab, als beim Büffel nach einem etwa 20-minütigen Todeskampf ersterer eintrat; „die Seele des Büffels ist jetzt im Himmel“! Wie tragisch ist es doch, von so vielen Kranken umzingelt sein zu müssen.

 

In monatelanger Arbeit haben einige unserer Leute versucht, in einer repräsentativen Studie zu erarbeiten, wie viele Hektar Land eine fünfköpfige Familie brauchen würde, um (selbstversorgend) ein angenehmes Leben führen zu können. Dies unter der Auflage, dass die Anzahl der Familienangehörigen pendelt von 4 bis 7, die 7 jedoch nie überschreitet. Es gibt Haustiere, jedoch keine Maschinen, (Traktors und größere). Es gibt Werkzeuge, (Stand 1950) jedoch kein Strom. Das Land besteht aus Acker, Weide und Wald. (teilweise auch Wasser wie Seen, Bäche, Flüsse, Weiher, Meer).

 

Die Arbeit ist sehr umfangreich und höllisch interessant. Wenn sie fertig ist, werden wir sie in möglichst einfacher Sprache publizieren.

 

Zurück zu den Affen. Zum Glück sind sie noch da, und dies immer noch in vielen Variationen. Sie sind verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Je nach Größe ihrer Art, haben sie auch natürliche Feinde, die ihnen für das leibliche Wohl an den Kragen wollen. Die für sie jedoch undefinierbare Gefahr ist das Säugetier Mensch. Die einen behandeln sie gut, andere missbrauchen sie für eine unnatürliche Vermenschlichung und die Kriminellen schicken sie mit vielseitigen Projekten ins Verderben und in den Tod. (Tierversuche, Raumfahrt, Folter).

 

Dabei dürfen wir bestimmt auch den Film „Planet der Affen“ etwas näher unter die Lupe nehmen. Und zwar den ersten aus dem Jahr 1968 mit Charlton Heston. Was danach folgte war nur noch billiger Nachhall, etwa wie …, Rocky VII! Im Klartext, das Austauschmittel Geld wurde weiter von denen umgesetzt,  die auch für Rocky CXXVIII noch Geld ausgeben würden! (Dummdudummdumm, das ist eine schottische Pauke!)

 

Der Planet der Affen. Als Unterhaltung ein guter Film. Interessant dabei, wie selbstverständlich und schonungslos es den Filmemachern gelang, dem Affen gleich alles Böse und Schlechte, was nur das Säugetier Mensch kennt und praktiziert, einfach so unterzujubeln. Geeignet dazu, der Gorilla. Groß, brutal, böse, gewalttätig.

 

Ausgerechnet der Gorilla, der dem dummen Homo Sapiens im sozialen Verhalten um Lichtjahre überlegen ist? Wie viel Dummheit und Unbedachtes schlummert denn wirklich in uns? Mit welcher großen Erleichterung sind die Planetaren damals wohl mit ihrem Raumschiff  mit dieser Mischpoke weg geschwebt? Was für eine gigantische Arroganz muss sich in der verpfuschten Verkabelung des Menschen generiert haben, dass er sich selbst eine solche Wichtigkeit zuordnet?

 

Ist mir völlig bewusst, dass dies, was ich hier zu Papier bringe, vielen gar nicht gefällt. Ich versichere all denen, dass mir das aber so lang wie breit ist. Die letzten 150 Jahre Menschendasein reichen dicke aus, um zu erkennen, was hier auf diesem Planeten los ist. Er ist total und dies seit 70 Jahren, überbevölkert und als reale Aussicht steht eine Nettozuwachsrate von über 70 Millionen jährlich an. Niemand kann dies verhindern, auch kein neurotischer kranker aus Nordkorea oder ein Kasper wie Trump oder jemand von dem wir noch gar nichts hörten. Coronavirus? Wir wissen gar nichts, daran ändert auch millionenfaches Gelaber nichts.

 

Und wie weiter? Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor. Verantwortungsvolle Politiker kommen zum Schluss, dass nur mit einer langfristigen Planung die vorherrschende Überbevölkerung herabgemindert werden könnte. Zum Beispiel vorerst über eine ganze Generation kein Nachwuchs mehr. Ließe sich bestimmt rechnen. Doch wie würde das in der Praxis aussehen? Nehmen wir naheliegender Weise wieder das Verhalten der Menschen von jetzt, in der Pandemie  als Richtschnur. Nur einmal Zentral- und Nord Europa.

 

Zwischenfrage; haben Sie meine kleine Exkursion in die Welt der Pappnasen noch intus? Ja? Dann sind Sie bestimmt mit mir einig, dass sich jedes weitere Wort zu diesem Thema erübrigt!

 

Wenn beim Bau eines Hauses der Dachstuhl falsch konstruiert wurde, kann man ihn wieder gänzlich abbauen und neu aufbauen. Wurde hingegen das Fundament falsch berechnet und betoniert, muss alles, was darauf steht und das Fundament selbst, zerstört und neu gebaut werden. Das ist der Ist-Zustand des Planeten Erde.

 

Wir spielen in Seminaren und Brainstormings verschiedene Szenarien durch. Dazu laden wir mitunter auch außenstehende Leute ein – die unbefangen unserer Gesinnung, mitwirken, die uns dann und wann überraschen, insbesondere mit Widersprüchen, die für sie selbst gar keine darstellen.

 

Beispielsweise ging es einmal um ein Naturschutzgebiet, worin auch vereinzelte Wohnhäuser standen, Biotope, Moorlandschaft usw. deren Bewohner sich vehement gegen den Umstand wehrten, dass die Schweizer Armee dieses Gebiet für einen Waffenplatz beanspruchte und den Bewohnern Kaufangebote machte. Ihre „Umweltschutz-Gesinnung“ hielt so lange an, bis die Kaufpreise der Armee ihre große Umwelt-Résistance zum Einsturz brachten. Dieses Happening wurde im CH TV live übertragen. Da die Schweiz jedoch die einzige direkte Demokratie der Welt ausübt, kam es danach zu einer Volksabstimmung, welche das Armee-Projekt in den Keller schickte. Die Geldgeilen gingen für einmal leer aus, aber auch nur ausnahmsweise und weil sie in der Minderzahl waren!

 

 

Fortsetzung folgt …!

 

Lesen Sie wie es weitergeht im Oktober-Newsletter 2020

oder bei den Fortsetzungsromanen

 

Valerie Kyburz:

 

 

Aufbruchsstimmung: Zum Theater! Zum Film!

(Urheberrechte & Copyrights © by Valerie Kyburz)

 

Valerie Kyburz (ihr Pseudonym), hat uns freundlicherweise ihre fünf besten Aufsätze aus ihrer Schulzeit zur Veröffentlichung zugestellt. Sie ist heute 27 Jahre jung, war das enfant terrible ihrer Schulzeit, setzte  entgegen ihrer Eltern ihren Willen durch und besuchte das Kindertheater von Basel. Heute ist sie ausgebildete Theater- und Filmschauspielerin, inszeniert eigene Theater-Stücke und produziert eigene Video-Kurz-Krimis. Ihre sehr originellen Aufsätze werden die nächsten fünf Monate unseren Newsletter bereichern.

 

 

Heute:    Aufbruchstimmung! Zum Theater! zum Film!

 

Schon oftmals habe ich mich versucht zu erinnern, welches nun wirklich der entscheidende Funke war, der mich zum Theater brachte. Der Schritt zum Film ist dann wohl eher eine Folge davon.

 

Vielleicht waren es auch mehrere Funken. Was mich ganz bestimmt in Bann zog, waren die Gerüche. Das Theater verbreitet Gerüche. Polster, Kleider, Perücken, Kulissen, der große Vorhang mit seinen noch größeren Geheimnissen. Zumindest so lange, bis er aufgeht. Und wenn er aufgegangen ist, sind es die Kulissen, die sehr unterschiedliche Gefühle in mir weckten. Bäume und Wald vermittelten in mir Spannung, auch ein bisschen Angst, Ungewissheit, vor allem dann, wenn noch keine Schauspieler da waren und nur die Kulissen auf mich einwirkten. Manchmal war ich auch enttäuscht, wenn nur eine spärliche Hausfassade da war, eine Türe die ins Haus führte, daneben ein kleiner runder Tisch mit zwei Stühlen so klein, als würden gleich Zwerge auftreten. Die Szene hell belichtet, die keine Hoffnung auf etwas Mysteriöses entfachen konnte. Doch dann faszinierte mich ein Troubadour, der plötzlich da war und mit lauter, deutlicher und sicherer Stimme sprach, die ganze Szene dominierte und die ärmliche Kulisse vergessen ließ.

 

In den ersten Schuljahren hatte ich nur drei Freundinnen, für die Theater auch ein Thema war, doch das Gros der Klasse sah sich allenfalls als möglicher Theaterbesucher, jedoch niemals als Darsteller.

 

Da ich bereits im Kindergarten Alter Ballettunterricht genoss, hatte ich einen Vorgeschmack darauf, dass bei einer entsprechenden Ausbildung auf der Bühne eine gewisse Härte an Disziplin verlangt würde. Davor hatte ich keinen Bammel, auch wusste ich ziemlich genau was ich nicht wollte. Keine Oper oder Operette, kein Musical und auch keine Auftritte in einem Kolosseum oder Amphibientheater. Ich wollte das, was mich auch als Zuschauerin faszinierte. Das hautnahe Bühnentheater, wo der Besucher jeden Fehltritt (Körper) oder Versprecher (Text), mitkriegt. Eine riesige Herausforderung. Nicht wie beim Film, wo bei jedem Fauxpas ein Cut erfolgt und die Szene so lange wiederholt wird, bis der Regisseur zufrieden ist. Aber an dem Tag, als ich es wusste, dass Theater meine Welt sein sollte, stand der höchste zu bezwingende Berg, meine Eltern, noch vor mir.

 

Dieser „Lokalkrieg“ dauerte fast ein Jahr und ich schien ihn zu verlieren, doch dann hatte ich die Eingebung. Meine Eltern argumentierten cool nicht etwa aggressiv, aber fast endgültig. Ich wiederum wollte nicht so kindisch reagieren wie einige aus meiner Klasse, wenn ich bei ihnen zu Hause ähnliche „wir erlauben dir das nicht“ Situationen erlebte und die Reaktionen der Kinder dann sehr schmollend und eben auch hoffnungslos endeten.

 

André Gut ist vier Jahre älter als ich, spielte bereits Theater. Ich lernte ihn auf einer Geburtstags-Party von Evelyn Hauser kennen. Er gefiel mir auf Anhieb, ich ihm vielleicht auch, jedenfalls war das gerade mitten im „Krieg“ mit meinen Eltern. In einem günstigen Moment machte ich mich an ihn ran und konnte ihn für ein Gespräch gewinnen. Ich schilderte ihm ohne Zuckerguss mein Problem, er hörte mir aufmerksam zu, dann fragte er mich, wann mein nächster Geburtstag wäre. Ich sagte ihm das lachend und fragte, was das mit meinem Problem zu tun hat und er sagte; „lade mich zu deinem Geburtstag ein, stelle mich deinen Eltern als deinen besten Freund vor und den Rest mache dann ich. Da dein 12. Geburtstag auf einen Samstag fällt, können wir dich am Montag darauf beim Basler Kindertheater einschreiben. Ein Familienmitglied muss dabei sein zum Unterschreiben.“

 

Einen Moment lang brachte ich meinen Mund nicht zu und er küsste mich ganz schnell, sagte noch; „ich dachte zuerst, du hättest ein ernst zu nehmendes Problem, aber du hast keines, deine Eltern haben eines! Ich werde es ihnen nehmen!“

 

Es braucht einiges, mich sprachlos zu machen, aber er schaffte es und er hatte sogar die Unverfrorenheit, mich bis zu meinem Geburtstag im Dunkeln tappen zu lassen, wie er meine Eltern „umdrehen“ würde.

 

Er tat es dann mit einer Leichtigkeit, wie ein Clown ein kleines Kind zum Lachen bringt. Zunächst hatte er dafür Sorge getragen, dass er ein positives Punkte-Kontingent auf seinem Konto, meine Eltern betreffend, eingeheimst hatte, dann stieß er gnadenlos zu. Die Torte war fast vertilgt, hebt er sein Kinder-Champagner Glas, prostet meinen Eltern höflich zu, bedankt sich für die herzliche Gastfreundschaft, dann zu mir mit den Worten; „liebe Valery, nochmals herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag und besonders zu deinem schönen Geschenk von deinen Super Eltern, die dich Theater spielen lassen, mit eurem aller Einverständnis begleite ich euch am Montag zum Direktor für deine Registrierung und weißt du was Valery, der neue Direktor hat mir die Hauptrolle im Stück ›Die Hexe aus dem Weltall‹ gegeben, er möchte, dass die Rosmarie Scholl meine Tochter spielt, aber ich möchte lieber dich, weil, weisst du was? Der Direktor sagte mir, wenn das Stück Erfolg hat, wird es verfilmt fürs Fernsehen, yupppiiieee, prost!“

 

Einen kurzen Moment blieb mir das Herz stehen, doch nur kurz, ich erkannte Andrés Schauspiel, sein gewaltiges Talent, Menschen zu fesseln, an der Nase herumzuführen oder falls nötig, sie für kurze Zeit als Tanzbären vorzuführen. Ich schlüpfte in seine Rolle, ließ, wie hergezaubert, ein paar Freudentränen über meine Wangen kullern, setzte das glücklichste Gesicht meines Lebens auf, hielt das Glas immer noch wie eine hypnotisierte mit angewinkeltem Arm, zum Anstoßen bereit in der rechten Hand und wandte dieses „Werbebild“ meinen Eltern zu.

 

Der Mund meiner Mutter war noch weiter offen als meiner zu Beginn dieser bühnenreifen Szene doch in ihren Augen las ich, dass gleich eine gehörige Opposition einfahren würde. Aber Vater verhinderte es. Er war in diesem Stück der Tanzbär, stieß zunächst mit mir, dann mit André an und sagte feierlich; „so viel Freude muss einfach gefeiert werden, ich wünsche euch viel Glück“, und zu Mutter gewandt; „ist noch eine Flasche da? Kinder Champagner hat mir noch nie so gut geschmeckt wie heute, du wirst die beiden am Montag begleiten und Valerie einschreiben!“ (nächste Szene; der Mund meiner Mutter bleibt weiter offen, doch die Augen verlieren den Oppositionsglanz).

 

Nachdem ich eingeschrieben war an besagtem Montag, lud uns Mutter noch zum Nachtessen ein, André und mich. Später gesellte sich sogar Vater noch dazu, der sich danach von mir und Mutter verabschiedete, weil er mit André noch etwas zu besprechen hätte.

 

Natürlich hatte ich etwas den Bammel, weil ich meinen Vater kannte und wusste, dass man ihn nicht so leicht aufs Glatteis führen konnte und ich glaubte zu diesem Zeitpunkt auch noch, dass André die Hexe aus dem Weltall, die Rosmarie Scholl, seine Hauptrolle, die Verfilmung, den neuen Direktor und mich als seine Tochter einfach so auf die Schnelle erfunden hatte, um eben glaubhaft zu wirken.

 

Keinen Bammel hatte ich jedoch vom Zugeständnis meiner Eltern, dass sie nun ihr „Geschenk“ an mich rückgängig machen würden. Vater würde sowas niemals tun. Erst am Mittwoch, als ich André wieder alleine treffen konnte, lüfteten sich noch ein paar Dinge, die mich sehr froh und glücklich stimmten und schließlich noch zu ein paar Lachsalven führten.

 

André schwindelte gar nichts. Es stimmte alles, was er an meinem Geburtstag erzählte. Alles.

 

Mein Vater nahm ihn ins Gebet und war, nachdem er gewusst hatte, dass nichts gelogen war, noch mehr von ihm angetan. Sein Schluss-Plädoyer ihm persönlich gegenüber lautete; „ich bin in meinem Geschäftsleben einigen Lausebengels begegnet, doch du bist der jüngste Satansbraten von allen. Viel Glück und Erfolg! Pass etwas auf mein Kind auf, solange es in deinem Blickfeld weilt.“

 

Auch dies tat André souverän. Er lehrte mich noch ein paar andere nützliche Dinge, zum Beispiel wie man mit Erwachsenen umgeht, denn darin war er ein unbestrittenes Genie!

 

 

* * * * *

 

 

pierremontagnard.com

 

 

Schreib-Wettbewerb für das 2. Semester 2020

 

Wer ist Teilnahme berechtigt?

 

Alle die gerne leben, denken, lesen und schreiben. Alter? Egal!

 

 

Es stehen drei Themen (Titel) zur Auswahl:

 

Damit (A) dem Gaunertum der Hochfinanz ein Riegel geschoben werden kann, nämlich das Handeln an den Börsen mit Leerkäufen und Verkäufen sowie das Spekulieren mit Lebensmitteln an den Warenbörsen, wird per 1. Januar 2022 das Austauschmittel Geld weltweit als wertlos erklärt. Wie würde sich die Welt darauf einstellen? Titel: Wenn Geld nichts mehr wert sein wird, wie könnte es trotzdem weiter gehen?

 

Damit (B) dem Lügengeschmiere vieler Politiker ein   Riegel geschoben werden kann, nämlich, das Vorgeben, ihr Land wäre eine Demokratie, in Tat und Wahrheit jedoch eine nicht zu übersehende Diktatur vorherrscht, würde per 1. Januar 2022 eine unverzügliche, direkte Demokratie auferlegt, wie sie z. B. in der Schweiz vorherrscht, in Reinkultur ausgeübt und respektiert wird. (Das Volk bestimmt durch Abstimmung, nicht die Politiker). Regierungen, welche innerhalb einer Frist von 12 Monaten diesen Nachweis nicht erbringen können, würde die Staatsform Demokratie aberkannt. Sie müssten sich dann Diktatur, Willkür-Staat oder Antidemokratie nennen. So könnten sie dannzumal sozial, Bildungsstand mäßig, politisch und wirtschaftlich wahrheitsgemäß erfasst, erkannt und entsprechend eingestuft werden. Titel: Wer traut sich, und wie, so wie Ali Baba, es mit den 40 Räubern aufzunehmen?

 

Damit (C) Gewaltverbrechen wie Mord, Vergewaltigung, Kinder-schändung und Kindesmissbrauch massiv gesenkt werden könnte, bedarf es rigoroser Maßnahmen. Wäre die sofortige Todesstrafe der Täter nicht die einzige konsequente und folgerichtige  Antwort? Wäre sie es nicht generell auf alle Kapitalverbrechen? Titel: Bis wohin geht unsere (meine, dem schreibenden seine) Gesinnungs-Grenze, Verantwortung zu übernehmen, wenn es um den Auftrag geht, auch in dieser Hinsicht die Welt zu retten?

 

Pro Teilnehmer/in dürfen maximal drei Beiträge eingereicht werden, diese müssen jedoch aus den drei vorge-schlagenen Themen stammen.

 

Sprache: Deutsch

 

Maximaler Umfang pro Beitrag: ca. 12.000 Zeichen inkl. Leerzeichen. Pro Seite max. 1.800 Anschläge inkl. Leer-zeichen, ergibt rund 7 (sieben) Seiten.

 

Word Dokument: 1 Datei pro Beitrag (kein PDF)

 

Schriftarten: Eine gängige

 

Schriftgröße: 12 (Text), 14 (Titel)

 

 

Fotos/Zeichnungen: Maximal 4 pro Beitrag (Kein PDF). Das Volumen der Bilder wird nicht als Text berechnet.

(zugelassene Formate; JPG, JPEG, Gif, PNG)

 

Pseudonym: Bitte angeben.

 

Einsendeschluss: 30. November 2020

 

 

Die Teilnahme ist kostenlos

 

Wettbewerbs-Jury: Lesezirkel pierremontagnard.com

 

 

Preise:         Pauli Esposito Preis:

 

                     Sieger:   150.- Euro

 

                      Zweiter:   100.- Euro

 

                      Dritter:    50.- Euro

 

 

Wettbewerbsablauf: Die eingereichten Werke werden von pierremontagnard.com ab dem 30. November 2020 gepostet. Ab diesem Datum werden keine weiteren Beiträge mehr angenommen und die Jury beginnt, die Werke der Teilnehmer zu beurteilen. Die drei Gewinner werden persönlich kontaktiert und hier auf pierremontagnard.com geehrt.

 

Informationen: Bei Fragen bitte kontaktieren: info@pierremontagnard.com

 

 

Rechtliches: Der Rechtsweg, diesen Wettbewerb betreffend, ist ausgeschlossen.

 

Empfehlung: Meiden Sie Wettbewerbe, welche Ihnen die Abtretung der Copyrights verlangen oder anderweitige Publikationen Ihres Werkes untersagen.

 

Wir sind gespannt auf Ihre Werke und freuen uns auf eine rege Teilnahme.

 

 

Parole: Nur wer aktiv ist, bewegt etwas!

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen viel Gefreutes und Gesundheit.

 

Ein herzliches Tschüss bis September 2020

 

 

Team pierremontagnard.com