SCHULHAUSROMANE

WAS IST EIN SCHULHAUSROMAN?

 

Schulhausromane sind kollektive Erzählungen, die an Oberstufen-Schulen vieler Schweizer Kantone wie auch in Deutschland und Österreich entstehen. Geschrieben werden sie im Regelunterricht, und zwar im Laufe einer mehrmonatigen Zusammenarbeit der jeweiligen Klasse mit einer Schriftstellerin oder einem Schriftsteller. Seit 2017 ist das Projekt Schulhausroman, mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK), viersprachig.

 

Die Geschichte des Schulhausromans

 

Das Projekt wurde 2005 vom Schweizer Autor Richard Reich gemeinsam mit der Germanistin und Lektorin Gerda Wurzenberger initiiert. Die Grundidee des Schulhausromans besteht darin, dass die Autor/innen (darunter Romanschrift­steller­/innen ebenso wie Dramatiker/innen oder Drehbuchautor/innen) im Rahmen einer fest­gelegten Anzahl von Klassenbesuchen gemeinsam mit Schüler/innen einen fiktionalen Text schreiben – von den ersten Ideen bis zum quasi druckfertigen Manuskript.

 

Ein Experiment mit offenem Ausgang


Der Anlage des Projekts entsprechend, ist die Gruppe der Jugendlichen, die am Schulhausroman teilnimmt, keineswegs homogen. Und auch die Schreib Coaches (also die Schriftsteller/innen), welche auf diese sehr verschiedenen Klassenverbände treffen, sind also weder Lehrpersonen noch Sozialarbeiter oder Sozialwissenschaftler. Vielmehr entwickeln die Autor/innen sehr individuelle Vorgehensweisen und schaffen dabei immer wieder neue literarische Laborsituationen.

Jeder Schulhausroman ist ein Experiment für sich mit offenem Ausgang. Wir sprechen auch von einem Kunstprojekt im schulischen Kontext.