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Für viele Neuautorinnen und Autoren bedeuten Anthologien ein erstes Sprungbrett auf dem Weg zu einer nachmaligen Buchveröffentlichung. Kurzausschnitte einer Vielfalt an Genres und Geschichten, bieten auch den LeserInnen einiges an Abwechslung, Unterhaltung, ja sogar die Möglichkeit, auf diesem Weg eine neue Lieblings-Schriftstellerin oder Schriftsteller zu entdecken.

So vielfältig wie die Literatur erweist sich in der Natur der Ceiba speciosa. Er kommt in Südamerika vor und hat verschiedene Namen. Flaschenbaum, Florettseidenbaum, aber auch Toborochi (Bolivien) oder Kapok (Mexiko). Die Vorstufe der Blüten ist eine Art Baumwolle, deswegen gehört er zu den Wollbaum-Gewächsen. Seine Wolle wird teilweise zur Herstellung von Schwimmwesten verwendet, jedoch auch für feuerfeste Westen der Feuerwehr! Wenn er voll in Blüte ist mit seinem klassischen Altrosa Gewand, bringt er jeden Besucher zum Staunen und dominiert farblich für kurze Zeit seine Umwelt.

 

 

 


Ronja Katharina Quentin

 

muss nicht lange überlegen, als wir sie nach ihren Steckenpferden und Zukunftsplänen fragen. Aufgrund ihrer Leidenschaft, Geschichten zu schreiben, liest sie auch viel und gerne. Außerdem sind ihre schulischen Favoriten-Fächer Deutsch, Biologie und Geschichte. In der Freizeit ist sie auch gerne mit Tieren zusammen, woraus sie bereits ein Studium in Veteri-närmedizin ins Auge gefasst hat.

 

 

 

Lesen Sie ihren besonders ausgewählten Aufsatz:

 

Träume sind auch Wege zur Realität

 

(Urheberrechte und Copyrights by Ronja Katharina Quentin)

 

Mein Name ist Elin und seit meinem 5. Lebensjahr sitze ich im Rollstuhl, weil ich eine Infektion in meinen Beinen hatte, welche sich in den Knochen ausgebreitet hatte. Damals mussten sie mir die Beine amputieren, um die Infektion zu stoppen.

 

Mein größter Wunsch ist seitdem, dass ich irgendwann mit Prothesen wieder laufen kann. Das Problem ist, dass Prothesen sehr teuer sind und meine Eltern sie sich nicht leisten können. Ich habe allerdings eine weitere Leidenschaft und das ist das Schreiben von Geschichten. Mich in andere Welten zu träumen, in welchen am Ende ein Happy End steht.

 

Ein Verlag hat nun allerdings angefragt, ob ich nicht einmal meine Geschichte aufschreiben möchte. Ich weiß nicht, ob ich das machen soll, denn diese Geschichte wäre anders als meine vorigen. Sie hätte kein Happy End also jedenfalls kein großes. Ich weiß, ich kann mich glücklich schätzen, dass ich noch lebe. Denn die Infektion hätte sich bis zu meinem Herzen ausbreiten und mich töten können. Aber ich würde so gern mal wieder schwimmen oder laufen. Einfach über eine Blumenwiese laufen, das ist einer meiner größten Wünsche. Für andere ist das normal und sie denken darüber nicht einmal nach. Sie wissen es nicht zu schätzen, was es heißt, laufen zu  können. Jedenfalls hadere ich sehr mit mir, meine Geschichte öffentlich zu machen.

 

Heute ist meine Tante Irin zu Besuch und ich nutze einen stillen Augenblick, um mit ihr zu sprechen. „Du Irin, was würdest du eigentlich sagen, wenn ich eine Biografie veröffentlichen würde. Also darüber schreibe, wie es ist ein Leben ohne Beine führen zu müssen?“

 

Irin überlegte kurz bevor sie antwortete, „Elin, ich glaube, das musst du selbst herausfinden. Wenn du deine Geschichte für dich behalten willst, solltest du genau das tun. Aber ich denke, es würde anderen Jugendlichen, die in einer ähnlichen Situation sind, helfen. Überleg nur mal, wie oft du dich fragst, wie dein nächster Schritt aussehen soll. Du könntest anderen helfen und ein Vorbild sein, aber nur wenn du dich damit wohlfühlst.“

 

Ich dachte viel über diese Worte meiner Tante nach und entschloss mich dann meine Biografie zu schreiben. Mit ein paar Änderungen und mit andern Namen aber ich schrieb sie und ein paar Monate später wurde sie veröffentlicht. Einige Wochen nach der Veröffentlichung erreichte mich eine E-Mail von einem Mann, der sich als Riley Larson vorstellte, in seiner E-Mail schrieb er, dass er meine Geschichten sehr gern liest und meine Biografie ihn sehr berührt hat. Dass er eine Firma besitzt, welche Prothesen herstellt, und dass er mir gern eine sponsern würde. Ich solle mich bei ihm melden, wenn ich einwilligen würde. Ich rollte so schnell es mit dem Rollstuhl ging zu meinen Eltern und erzählte ihnen davon. Weil sie es nicht glauben konnten, zeigte ich ihnen die E-Mail und sie freuten sich sehr für mich. Ich wusste, dass sie sich schuldig fühlten, weil ich im Rollstuhl sitze und sie sich die Prothese nicht leisten können. Ich schrieb also zurück, dass ich mich sehr freue und dieses großzügige Angebot zu schätzen weiß. In der Antwortmail, die daraufhin von Riley Larson kam, schlug er einen ersten Termin zur Beratung vor. Ich war mehr als aufgeregt. Denn dieser Termin würde mein Leben verändern. Dieser Termin ist heute und ich bin unglaublich aufgeregt.

 

Die Fahrt zu dem vereinbarten Treffpunkt kam mir so vor, als würde die Zeit zum Stehen kommen und immer wieder fragte ich, wie lange wir denn noch brauchen würden. Meine Eltern schmunzelten nur, sagten aber nichts. Sie verstanden, dass ich so aufgeregt war. Endlich angekommen begleitete uns eine Frau zu einem Büro im Untergeschoss und verabschiedete sich mit den Worten, „Mister Larson und Mister Kayn kommen gleich.“ Ein paar Minuten später ging die Tür wieder auf und zwei Männer betraten den Raum. Der eine hochgewachsen und blond, der andere schon etwas betagt und in einen weißen Kittel gekleidet. Der hochgewachsene blonde schüttelte meinen Eltern die Hand und stellte sich als Riley Larson vor. Den anderen Mann nannte er Will. Dieser erklärte uns, dass er Leiter der Forschungsabteilung für Beinprothesen sei und gelernter Orthopädie Technik Mechaniker. Er stellte sich als Doktor Wilbert Kayn vor. „Nun zuerst einmal, natürlich müssen Beinprothesen immer an den jeweiligen Träger angepasst werden, aber wir haben ein paar Standardmodelle. Wir müssen also schauen, welche du verträgst und dann mit welchen du besser klarkommst“, erklärte Dr. Kayn. „Das wird aber alles bei den folgenden Terminen kommen. Heute ist erst mal nur ein Beratungstermin. Wir erklären dir alles und sprechen ab, was wann passieren wird“ unterbrach Riley Larson ihn.

 

Die beiden Männer setzten sich und zeigten uns erst einmal ein paar Bilder von Prothesen. Dr. Kayn erklärte mir bei jeder einzelnen die Vor- und Nachteile, die damit verbunden sind. „Nun möchte ich dir erklären, wie das ganze ablaufen wird“, sagte Riley Larson …, „also zunächst werden jetzt ein paar Termine bei Will folgen. Sie werden testen, welches Material deine Haut am besten verträgt. Anschließend wird überprüft, welche Prothese am besten zu deinen Stümpfen passt. Nach diesen Tests werden wir eine anfertigen, die entsprechend den Vorgaben genau an dich angepasst wird. Wenn die Prothese fertig ist, musst du ein paar Monate in eine Reha, in der du lernen wirst, wie du die Prothese benutzt, und in der ein Muskelaufbautraining stattfinden wird, um die Muskeln aufzubauen, die du zum Laufen brauchst. „Hast du noch Fragen oder Sie“, damit wandte er sich an meine Eltern, welche die meiste Zeit nur stumm da gesessen hatten. Ich schüttelte den Kopf. Doch meine Mutter fragte: „Wie lange dauert dieser Prozess denn ungefähr? Sie muss ja auch in die Schule. Bei den voran gehenden Terminen ist das ja alles kein Problem. Aber bei der Reha -“ Riley Larson nickte „Ja, diese Frage ist berechtigt.

 

Das zu erwähnen hatte ich vergessen, dieses Reha-Zentrum, welches anbei bemerkt zu dieser Firma gehört, ist mit einer Schuleinrichtung verbunden, da wir öfter Minderjährige oder zumindest noch zur Schule gehende Patienten haben. Die Schule ihrer Tochter wird dem dortigen Lehrpersonal Aufgaben und Lernstand ihrer Tochter mitteilen und die Lehrer in der Reha werden ihrer Tochter bei den Aufgaben helfen und den Unterricht, solange der Aufenthalt dauert, durchführen“. Meine Mutter nickte und lächelte. Auch mein Vater stellte keine weiteren Fragen. Riley Larson und Dr. Kayn verabschiedeten sich und meine Eltern verließen mit mir das Büro. Auf der Heimfahrt bemerkte ich erst wie lange das Gespräch gedauert hatte, denn es begann schon zu dämmern. Aber ich war glücklich. Mein Traum würde in Erfüllung gehen. Einige Tage später fuhren meine Mutter und ich wieder zu der Firma, welche übrigens RLP hieß. Beim Empfang  erwartete uns schon Dr. Kayn. Er führte uns in einen Untersuchungsraum. Auf einem Tisch lagen verschiedene Socken ähnliche Stofffetzen. Dr. Kayn erklärte uns, dass diese dazu da seien, den Stumpf zu schützen, damit keine Entzündungen oder ähnliches durch die Prothese entstünden.

 

Ich probierte sie also an und entschied mich dann für einen aus Baumwolle, der in einem beigen Ton gehalten war. Dr. Kayn notierte das auf einem Blatt und maß dann noch die Enden meiner Beine knapp unter meiner Hüfte. Auch diese Daten wurden auf dem Blatt vermerkt. Dann war der Termin schon wieder vorbei und meine Mutter und ich fuhren nach Hause. Die nächsten Termine verliefen ähnlich, bis schließlich einmal eine längere Pause zwischen den Terminen lag. Dr. Kayn erklärte uns, dass jetzt die Prothese angefertigt würde und beim nächsten Mal die Anpassung sei, bei der auch Riley Larson wieder anwesend sein würde. Dem entsprechend fieberte ich diesem Termin entgegen. Ich redete beinahe von nichts anderem mehr.

 

Ich zählte die Stunden. Meine Eltern freuten sich mit mir. Sie waren froh, mich so fröhlich und aktiv zu erleben. Dann endlich war es so weit. Mein Vater half mir ins Auto und wir fuhren los. Bei dem Firmenkomplex angekommen half mein Vater mir in den Rollstuhl und wir begaben uns voller Vorfreude zum Eingang von RLP. Dort wartete der Inhaber und Geschäftsführer Riley Larson persönlich auf uns.

 

Er begrüßte mich wie eine alte Freundin und bat uns herein. In dem Raum, den wir ansteuerten befand sich eine Ballettstange und auch eine Liege. Dr. Kayn war bereits da, er begrüßte mich und bat meinen Vater, mir zu helfen mich auf die Liege zu setzten. Dann nahm er meine Prothese vom Tisch hinter sich und zeigte sie mir. Er erklärte auch noch einmal alles ganz ausführlich. Dann war es endlich so weit. Er reichte mir den Überzug aus Baumwolle, welchen ich mir ausgesucht hatte. Dann erklärte er mir, während er es an einem Modelle vorführte, wie ich die Prothese anziehen und befestigen musste. Anschließend reichte er sie mir und ich machte mich daran, sie genauso anzuziehen wie Dr. Kayn es demonstriert hatte. Ein bisschen umständlich aber immerhin machte ich das ja zum ersten Mal. Der Doktor erklärte mir noch ein paar Sachen, bevor er mir in den Rollstuhl half, mit dessen Hilfe ich zu der Ballettstange gelangen würde. Dann sagte er, „du hast viel Kraft in den Armen, aber so gut wie gar keine in deinen Beinstümpfen. Deshalb musst du dich auch jetzt, wo du die Prothesen anhast, auf die Kraft in deinen Armen und nicht auf die Prothesen verlassen. Davon abgesehen, dass du vermutlich dein Gleichgewicht nicht halten könntest. Also zieh dich an der Ballettstange hoch und stemme dich auf deine Arme. Lass dann langsam mehr Gewicht auf die Prothesen und deine Beine kommen. Wenn es zu viel wird, sag lieber einen Moment früher als später Bescheid, ich möchte nur sehen, ob alles richtig eingestellt ist.“ Ich tat wie mir geheißen und merkte schnell, was Dr. Kayn meinte, als er auf die fehlende Kraft in den Beinstümpfen hinwies. Ich war in den Armen ohne Frage kräftig. Ich musste ja auch in meinen Rollstuhl kommen, wenn keiner da war, der mir helfen konnte. Aber das Gewicht langsam auf die Prothese zu übertragen, war viel kraftaufwendiger und so musste ich schon nach wenigen Augenblicken Bescheid sagen und mich in den Rollstuhl gleiten lassen. Jetzt merkte ich auch, dass Riley Larson mit seinem Handy ein Video davon gemacht hatte und mit meinen Eltern besprach, wie er es ihnen schicken sollte. Meine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf Herrn Kayn, der mich lobte, dass das sehr gut gewesen sei. „Den Rest also Muskelaufbau, Gleichgewicht und Co. werden sie dir in der Reha beibringen“, sagte er bevor er sich verabschiedete. Riley Larson sprach jetzt noch an, wie der Reha Aufenthalt genau ablaufen würde und wann ich dort hinfahren könnte.

 

Zwei Tage nach diesem Ereignis stiegen meine Mutter und ich wieder ins Auto. Meine Taschen lagen gepackt im Kofferraum neben meinem Rollstuhl. Meine Mutter würde mich in die Reha fahren und die erste Nacht dort bleiben, dann aber wieder nachhause fahren und an den Wochenenden kommen so weit es ihr möglich sein würde. Ich war sehr aufgeregt. Das Zimmer, in das wir nach unserer Ankunft geführt wurden, war ein Gästezimmer, erklärte uns die Hausmutter. Wenn meine Mutter wieder nach Hause fuhr, würde ich auf ein Zwei-Bett-Zimmer mit einem andern Mädchen kommen. Doch nun waren wir erst einmal gemeinsam hier.

 

Das Reha-Zentrum liegt in Emden, weil auch die Seeluft heilsam sein soll. Am nächsten Morgen, bevor meine Mutter wieder losfuhr, wollten wir unbedingt noch das Meer sehen. Also fuhr meine Mutter mit mir zu einem Strand-Café, das ein wenig außerhalb lag. Wir verbrachten ein paar schöne Stunden zusammen. Selten hatte ich sie so entspannt erlebt wie hier. Doch auch die schönste Zeit ist mal vorbei und so musste sie sich nach der Rückkehr zur Reha leider verabschieden. Die Hausmutter Brigitte Iseling führte mich zu meinem „neuen“ Zimmer. Meine Zimmergenossin war auch da und Miss Iseling ließ uns einen Moment allein, während sie meine Sachen holte. Das Mädchen saß am Fenster. Jetzt drehte es sich um. „Hallo“, sagte sie. „Mein Name ist Ava. Wie heißt du?“ „Mein Name ist Elin und ich bin hier, weil ich Prothesen bekommen habe.“ Während ich das sagte, deutete ich auf meine Stümpfe. Das Mädchen, Ava, lächelte „Ich bin wegen meines rechten Armes hier. Er musste auch amputiert werden und ich soll lernen, damit umzugehen. also mit der Prothese“ sagte sie. In diesem Moment kam Miss Iseling wieder herein. Sie zeigte mir meinen Schrank, der niedrig und dafür in die Länge gezogen war, sodass ich an alles bequem auch vom Rollstuhl aus dran kam. Meine Taschen stellte sie auf den Tisch in der Mitte des Zimmers, dann ging sie und schloss die Tür. Ava hatte sich wieder dem Fenster zugewandt und ich machte mich daran meine Sachen einzuräumen.

 

„Wie ist das passiert?“, fragte Ava plötzlich wieder. Ich erzählte ihr meine Geschichte und sie mir ihre. Sie hatte einen Bruder, er war schon 18 und durfte Auto fahren. Leider kam es zu einem Unfall, bei dem Avas Arm so stark eingequetscht wurde, dass man ihn nicht retten konnte. In den nächsten Tagen wurde Ava zu einer guten Freundin und wir scherzten viel zusammen. Sie half mir beim Lernen und ich ihr beim Schreiben, wenn sie etwas noch nicht wieder ganz hinbekam. Ab und zu hatte ich abends starken Muskelkater, aber ich war glücklich. Ich hatte eine Freundin, lernte laufen und meine Eltern mussten sich keine Vorwürfe mehr machen, dass ich nicht dieselben Chancen wie andere hatte.

 

Drei Wochen waren vergangen und ich konnte schon einige Schritte mit Krücken laufen, aber die Physiotherapeutin und auch Miss Iseling verboten mir es allein zu tun. Weil sie sich sorgten, dass ich hinfallen könnte. Doch ich wurde mit jedem Tag sicherer. Ich war mir sicher, dass ich auch meinem Traum vom Laufen über eine grüne Blumenwiese jeden Tag näher kam. Leider hatte ich heute Rückschläge gemacht. Meine Physiotherapeutin meinte, es sei ganz normal, dass ich nicht jeden Tag weitere Strecken laufen konnte und dass sich meine Beine schließlich erst an die Prothesen gewöhnen müssten, aber ich war niedergeschlagen. Ava versuchte mich aufzumuntern, was ihr nur mäßig gut gelang. Irgendwann blinkte an meinem Rechner das Symbol für eine neue Mail auf und ich rollte zum Tisch „Oh ich habe eine E-Mail von meiner Mutter bekommen“ stellte ich verwundert fest. Ava kam zu mir. „Schau, da ist was angehängt“, sagte sie. Als ich den Anhang anklickte, erkannte ich mich selbst. Es war das Video das Riley Larson bei meinem ersten Versuch mit den Prothesen gemacht hatte und als ich das sah und mich dann an heute Vormittag erinnerte, sah ich, was für ein Weg schon hinter mir lag und das in gerade mal drei Wochen.

 

Jetzt war ich wieder motiviert. Ava und meine Physiotherapeutin hatten recht, ich war bis jetzt schon weit gekommen und Rückschläge gehörten zum Vorankommen dazu. Den restlichen Tag lernte ich mit Ava für einen Test, der morgen anstand. So ging das auch in den nächsten Wochen weiter mal Rückschläge aber meistens Vorankommen mit den Prothesen. Nach fast 5 Wochen erlaubte mir meine Physiotherapeutin, die ich Emilia nennen durfte, auch in meinem Zimmer und in den Parkanlagen des Reha-Zentrums die Prothesen zu tragen, wenn jemand dabei war. Ich freute mich sehr und nahm mir vor gleich am Nachmittag mit Ava einen langen Spaziergang zu machen. Doch als ich im Zimmer ankam, erwartete mich jemand, mit dem ich nicht gerechnet hatte. „Hallo Mr. Larson“, sagte ich, während ich die Tür hinter mir schloss. Riley Larson lachte und sagte ich solle ihn Riley nennen und dass er einmal schauen wolle, wie die Prothesen funktionierten.

 

„Ich habe heute die Erlaubnis bekommen, dass ich sie auch draußen tragen darf, solange jemand dabei ist, und sie sind jemand, also schlage ich vor, sie begleiten mich auf einem kleinen Spaziergang durch den Park und ich erzähle ihnen alles. Anbei können sie sich dann auch selbst überzeugen“ er nickte und so zog ich die Prothesen, inzwischen mit geübten Griff, an und zog mich hoch. Er bot mir, wie ein Gentleman in den alten Filmen, den Arm an und wir gingen hinunter in den Park. Ich erzählte ihm alles, was ich erlebt hatte, und wie glücklich ich war, dass ich diese Chance von ihm bekommen hatte. Er freute sich sichtlich, dass ich mich so sehr freute und als wir wieder in meinem Zimmer waren, lächelte er. „Ich freue mich sehr, dass ich dir helfen konnte, deinem Traum ein Stück näherzukommen, und wenn ich das so sagen darf, du bist dabei deinem Traum in Kilometer-Schritten näherzukommen“ ich lächelte und Riley verabschiedete sich bald darauf.

 

Nach weiteren 6 Wochen war es so weit. Emilia befand, dass ich sicher genug auf den Prothesen war, um mit ihnen auch in heimischer Umgebung zurechtzukommen. Mein Aufenthalt in der Reha würde also schon bald vorbei sein. Doch auch Ava hatte gute Nachrichten, sie würde nach Hause zurückkehren. An meinem letzten Tag überraschten mich meine Eltern, meine Tante Irin und Riley Larson. Sie hatten einen Aufenthaltsraum schön geschmückt und wollten mit mir ein bisschen feiern. Ich holte auch Ava dazu und wir verbrachten einen schönen Nachmittag zusammen. Doch das Beste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss und so auch diesmal, denn meine Eltern überreichten mir einen Umschlag, den ich gespannt aufriss. Darin lag eine Karte auf der stand, wir mit dir in Tirol, deine Eltern. Ich hob den Blick und schaute sie an. „Ist das euer Ernst?“, keuchte ich schließlich und sie nickten. „Wir haben in den letzten Jahren immer wieder etwas zurückgelegt um dir eines Tages doch eine Prothese finanzieren zu können und da das nun Herr Larson übernommen hat, haben wir das Geld dafür verwendet, dir die andere Hälfte deines Traums zu erfüllen. Eine Tiroler Berglandschaft entspricht doch sehr dem Bild eines Mädchens, das über eine grüne Blumenwiese läuft, oder?“ erklärte mein Vater. Ich jubelte und fiel ihnen um den Hals. „Danke“, flüsterte ich.

 

Vier Tage später, als ich aus der Reha und wieder zu Hause war, fuhren wir also nach Tirol, um meinen Traum nun endlich zu erfüllen, und es war mein Traum. Es waren wunderschöne Wiesen und andere Landschaften in den Tiroler Bergen und ich war einfach nur noch glücklich an diesem Punkt zu stehen und da zu sein. An einem Nachmittag als es mal regnete, schrieb ich eine Mail an Riley:

 

Hallo Riley,

 

dieser Urlaub mit meinen Eltern ist der Wahnsinn, ich bin so glücklich, dass mein Traum durch deine Hilfe nun endlich in Erfüllung gehen konnte. Ich hatte damals die Hoffnung schon fast aufgegeben. Du hast mich wieder daran erinnert, dass auch Träume nur ein Weg ist, die Realität so zu verbiegen, dass man schließlich den richtigen Weg findet. Jedenfalls vielen Dank, dass du mir das zu erleben und zu verstehen geschenkt hast. Ich werde dir ewig dankbar sein und wenn es etwas gibt, was die Zeit und Ewigkeit überdauert, dann sind es Träume, die einen zum weiter Kämpfen bewegen und die Nächstenliebe, die sie Wirklichkeit werden lässt.


In ewiger Freundschaft.

 

Elin

 

 

ENDE


Ben Berlin bereichert diese Rubrik mit vier

Auftritten in vier verschiedenen Anthologien.

 

 

Ben Berlin, Jahrgang 1985, studierte Germanistik und Philosophie an der FU-Berlin und der HU-Berlin sowie Journalistik und Public Relations an der FJS-Berlin.

 

In Cottbus geboren, lebt er jetzt seit vielen Jahren in seiner Wahlheimat Berlin. Nach einigen Stationen als freier Journalist, Volontär in Verlagen, Texter, Lektor, Korrekturleser und der Mitarbeit an journalistischen Onlineblogs, widmet er sich derzeit als freiberuflicher Schriftsteller der Veröffentlichung diverser Kurzgeschichten sowie seines Debütromans DIE UNERTRÄGLICHE ZERBRECHLICHKEIT DES SEINS (in der Manuskript-Phase).

 

"Zu Schreiben hat mir nach dem frühen Tod meines Vaters geholfen, dieses einschneidende Erlebnis zu verarbeiten. Als ich bemerkte, welches Potenzial in den damals entstandenen Geschichten steckte, ergriff ich die erstbeste Gelegenheit, mich als Schriftsteller selbstständig zu machen."

 

Lesen Sie als Auftakt aus der

Anthologie:

 

GLOBALPLAYERS ALLERWELTSGESCHICHTEN

 

den Beitrag von Ben Berlin:

 

DER KOFFERRAUM

(Hier die Leseprobe)

 

Joey öffnete den Kofferraum mit einem beherzten Ruck und es verschlug ihr augenblicklich den Atem. Ganz automatisch fuhr ihr die Hand zum Mund. 

   „Ich hab doch gesagt, dass du die Finger vom Kofferraum lassen sollst!“, rief Armin.

  Sie zuckte zusammen und warf die Klappe zu. In einer endlos langen Sekunde kam er auf sie zu und griff hinter seinen Rücken. Ihre Augen weiteten sich.
Vierundzwanzig Stunden zuvor hätte sich Joey nicht im Entferntesten ausmalen können, dass ihr Urlaub noch irgendwie schlimmer werden könnte. Dabei hatte sie sich so lange darauf gefreut und vorbereitet. Aber jetzt stand sie hier. Auf einem verstaubten Highway, mitten in der Pampa. Ohne Gepäck oder Handy. Ohne einen Wagen oder eine Ahnung, wo sie war. Was hatte sie sich auch dabei gedacht, alleine zu verreisen? Was in der Theorie nach einem vergnüglichen Abenteuer in Amerikas nicht mehr ganz so Wildem Westen klang, hatte sich für sie schnell als Horrortrip herausgestellt. Angefangen bei der Einreise, wo man ihren Koffer im Flugzeug vergessen hatte (mittlerweile befand der sich wohl irgendwo in Japan oder Hongkong), über das verregnete San Francisco bis hin zu diesem verdammten Mietauto.
Sie war sich vollkommen sicher gewesen, dass sie die Handbremse fest angezogen hatte, als sie an dieser leicht abschüssigen Klippe angehalten hatte, um die Brandung des Pazifiks zu fotografieren. Was ihr an der ganzen Sache jedoch am meisten Leid tat, war nicht ihr Handy gewesen, das sie im Wagen hatte liegen lassen oder ihre extrem teure Handtasche. Nicht einmal die Kiste eisgekühlten Wassers (auch, wenn Letzteres gerade sicher ganz oben auf dieser Liste stand). Nein, am meisten tat es ihr um die unberührte Natur hier leid, in die sie eben einen mit Öl und Benzin vollgestopften Metallhaufen hat hineinstürzen lassen.
Der laute Knall, den der brennende Feuerball bei seinem Aufprall erzeugt hatte, war bestimmt noch mehrere Meilen weit zu hören gewesen. Und trotzdem war hier weit und breit niemand, der ihr hätte helfen können. Klasse Idee, allein außerhalb der Saison zu verreisen, Joey!, hörte sie sich mit der Stimme ihrer rechtha-berischen Mutter sagen.
Doch dann, nach stundenlangem Herumirren und Daumen raushalten, hielt ein nachtschwarzer, glänzender Sportwagen neben ihr, der eher an eine futuristische Rakete mit Haikiemen auf der Motorhaube als einen handelsüblichen Pkw erinnerte.
„Bist du hier gestrandet?“, säuselte ihr der braun gebrannte Typ mit der verspiegelten Sonnenbrille zu und grinste verschmitzt.
Joey, deren Englisch nicht gerade das Beste war und die schon angenommen hatte, sich erneut mit Händen und Füßen verständigen zu müssen, konnte ihr Glück kaum fassen. „Woah, du sprichst deutsch?“ Sie fasste sich an die schweißnasse Stirn. „Krass! Der Erste, der anhält und dann gleich noch ein Deutscher.“
„Klingt, als ob du bisher nicht viel Glück gehabt hättest auf deiner Reise.“
Sie winkte ab. „Du hast ja keine Ahnung! Könntest du mich vielleicht ein Stück mitnehmen? Jede größere Stadt wäre cool, damit ich mir da eine Rückfahrt nach San Francisco organisieren kann.“
Der gut aussehende Typ zuckte mit den Schultern. „Wie klingt Vegas für dich?“
Besuchen Sie Ben Berlin auf seiner Homepage:

»Schmunzelmord! 25 kriminelle Kurz-geschichten aus dem Münchner Norden … und von anderswo «

 

Kriminell.   Kurzweilig.   Sympathisch.

 

Verbrechen wollen unterhalten. Dafür wird schon einmal ein Mord am malerischen Schleißheimer Schloss begangen oder erfährt der Koffer-Klau am Franz-Josef-Strauß-Flughafen eine unerwartete Wendung. Vor allem im Münchner Norden tobt das Verbrechen. Vom Handtaschenraub über Versicherungsbetrug reicht die Palette bis zum Totschlag. In 25 Kurzkrimis verüben liebenswerte Figuren Straftaten, werden Opfer oder klären auf. Jeder Fall ist anders, er lässt den Leser schmunzeln oder treibt ihm die Tränen des Mitgefühls in die Augen. Die Kürze bietet Lesevergnügen auch für zwischendurch, ...

 

»...aber es wird selten bei nur einer Geschichte bleiben.« (FORUM München Nord)

 »Kothe lässt einen nicht mehr los.« (Forum München Nord)

 

 

Mehr Information auf:                   https://das-buch-schmunzelmord.jimdosite.com

oder auf der Autorenhomepage:   https://autor-michael-kothe.jimdofree.com.

»Quer Beet aufs Treppchen 2200/21«

(Aus dem Klappentext)

 

“Der Anblick war wirklich nicht schön. Dazu kamen süßlicher Verwesungs-geruch und ein Hauch von Desinfektionsmitteln. Durch hektisches Schlucken konnte ich eben noch verhindern, dass sich der Geruch nach Erbrochenem dazugesellte. Beide Leichen lagen ..., in dieser Geschichte grausam zugerichtet auf einer Yacht. In anderen: Eine erpresserische

Kindesentführung, ein Mord im Winterwald – ohne Leiche, ein dramatischer Ausbruch aus der täglichen Routine. Oder der Schatz am Ende des Regenbogens, die Romanze, die zum Albtraum wird, und die, die glücklich endet ... Doch wieder ist nichts, wie es scheint!


Wieder stellen sich ehrgeizige Erzählungen und Lyrik in Literaturwettbewerben oft erfolgreich dem Urteil der Jury aus Autoren, Verlegern und anderen Literaten, wieder schreibt sich der Autor durch unterschiedlichste Genres.


»Der [Autor] ist beim Schreiben vielseitiger als ich beim Lesen!«, urteilt die Bloggerin Rezensionsnerdista.de. 
Und »eine gut gefüllte Wundertüte« rezensiert ein Bibliotheksmitarbeiter den ersten Band der Reihe. 
Mehr Information auf:

 

https://autor-michael-kothe.jimdofree.com

 

sowie:

 

https://das-buch-quer-beet.jimdosite.com.

 

Auszugsweise eine Kostprobe aus obigem Werk von Michael Kothe:

 

 

Marion wieder besser v***** können!

 

Gerade habe ich meine Mailbox geöffnet, und da steht sie ganz oben, diese Nachricht. »Marion wieder besser « Woher wissen die? Unwillkürlich fährt mein Blick an mir hinab, bis er Nein, ich sehe nichts Ungewöhnliches, denn die Platte meines Computertisches verhindert, dass ich tiefer blicken kann als bis zum Hosenbund meines Wellnessanzugs. Jetzt im Homeoffice leiste ich mir das Tragen legerer Kleidung.

 

Meine Mundwinkel ziehen sich auseinander, als der Mauszeiger über die Absenderadresse fährt. Natürlich! Offenbar eine Online-Apotheke, ihre Mail-Adresse endet auf ».uk«. Woher kennen die meinen E-Mail-Account? Und wie kommen die darauf, dass ich ? Mein Schmunzeln friert in meinem Gesicht ein, als mir diese Gedanken kommen. Eine Frechheit! Es ist nicht die erste Mail dieser Art, die ich erhalten habe, bisher habe ich alle ungeöffnet weggeklickt. Aber momentan …, ein Blick aus dem Fenster ins winterliche Grau sagt mir, dass ich ein wenig Aufheiterung brauche, einfach Ablenkung, bevor ich mich in die Bearbeitung meiner beruflichen Mails stürze.

 

Ich nippe an meinem Morgenkaffee und stelle die Tasse wieder neben die Tastatur. Immer noch zu heiß! Der Mauszeiger hängt schon über der ersten Arbeitsmail.

 

»Ach, komm schon«, sagt das kleine Teufelchen in meinem Hinterkopf, »so viel Zeit hast du.« Mit einem »Denk an Marion!«, heimst es einen Sieg über das Engelchen ein, das pünktlich die Arbeit an meinem Heimarbeitsplatz beginnen will. Ich öffne die Mail! Obwohl der Absender offensichtlich im Vereinigten Königreich residiert, ist der Text auf Deutsch. Wie erwartet – ich grinse breit – dreht sich der Inhalt der Nachricht um kleine hellblaue Pillen. Ihre Einnahme verspricht die gesteigerte Durchblutung eines gewissen Körperteils. Betroffen fühle ich mich nicht. Klar, überlege ich, keinem Menschen gefällt es, wenn er auf eine Beeinträchtigung seiner Fähigkeiten hingewiesen wird. Aber genau durch diesen Abwehrgedanken hat die Mail meine Neugierde geweckt. Die Arbeit kann warten, mein Chef sieht mich ja nicht!

 

Wikipedia bietet mir seitenweise Information. Wissen, das die Welt nicht braucht. Welchen Mann interessiert, dass das Medikament von Pfizer stammt, wenn er es doch nicht beim Hersteller kauft? Sildenafil als Wirkstoff ist zwar kein Zungenbrecher, aber nach dem ersten Lesen schon wieder vergessen. Da ist die vasodilantierende, also die gefäßerweiternde Wirkung lautmalerisch schon anspruchsvoller. Willkommener als lateinische Fachbegriffe zieht mich weiter unten im Text der Abschnitt Nicht-medizinische Verwendung an, und noch viel besser finde ich die Bedeutung des Handelsnamens. Nach einem ersten Auflachen besinne ich mich, dass gerade diese Assoziation zu raubtierhafter Stärke vielen Menschen Hilfe bei ihren Problemen versprechen möchte. Und so kommt mir die Mail mit ihrem Angebot wieder in den Sinn. Einfach mal ausprobieren, unverbindlich natürlich? In wie vielen Lesern weckt es Hoffnung? Mich hat die Neugier nun fest im Griff. Ein Stichwort reiht sich ans andere, und schon bin ich auf der Jagd nach Links und Hyperlinks, die mich fesseln. Die Texte sind verständlicher als der erste von Wikipedia, die Probleme und Lösungen werden mehr in Umgangssprache abgehandelt.

 

Beim Scrollen fällt mein Blick auf die kleine digitale Uhr in der rechten unteren Bildschirmecke. Es ist wirklich Zeit, mit meiner Arbeit zu beginnen. Ich kann ja später noch einmal …, mit einem Seufzer schließe ich sämtliche Browserfenster bis auf mein Mail-Programm.

 

Ich zucke zusammen, als ich in dem Moment eine Bewegung hinter mir spüre. Erschrocken schaue ich über meine Schulter. Meine Lebensgefährtin Simone beugt sich über mich und liest auf dem Bildschirm mit.

 

»Marion, mach´s weg!«, meint sie bloß. «Mit Viagra haben wir nichts am Hut.«

 


Margarete Bertschik vervollständigt ihre Trilogie:

 

DIE MUTTER DES KOMMISSARS

Liebe Krimifreundinnen und -freunde! Wir leben alle unser eher unspektakuläres Alltagsleben, nicht wahr? Wir gehen zur Arbeit, haben unsere Familie, unsere Freunde und Nachbarn und gehen unseren Freizeitbeschäftigungen nach. Aber was ist, wenn unversehens ein Verbrechen in unser Leben einbricht, wenn wir konfrontiert werden mit einer Welt, die wir sonst höchstens aus dem Fernsehen kennen? Dieser Frage gehe ich in meinen Kriminalgeschichten nach. Deshalb ist auch nicht, wie sonst üblich, ein cleverer Kommissar oder eine smarte Kommissarin die Hauptperson, sondern eine Familie, wie sie jeder von uns haben könnte: Die Familie Morgenroth. Sie besteht aus dem Ehepaar Inga und Thomas, den Zwillingspärchen Jannik und Isabell und der Großmutter Hanna. Alle zusammen leben in einer Kleinstadt im Norden Deutschlands namens Cloppen-burg, nicht weit von der Nordseeküste.

Das einzig Besondere an der Familie ist die Tatsache, dass Thomas Kriminalhauptkommissar und Leiter der örtlichen Polizeiinspektion ist. Aber nicht er ist es, der im Mittelpunkt der Handlung steht, sondern seine Mutter Hanna, die ihm den detektivischen Spürsinn vererbt hat. Und sie ist es auch, die jedes Mal auf sehr persönliche Art mit dem Verbrechen konfrontiert wird. Beim ersten Fall ist es der Mord an dem französischen Au Pair-Mädchen der Familie Cordes, dessen Tochter Hanna als ehemalige Lehrerin Biologie-Nachhilfeunterricht erteilt, wodurch Hannas Ermittlungseifer hervorge-rufen wird. Ganz nach Art von Agatha Christies Miss Marple, macht sich Hanna auf die Suche nach dem Mörder, auf ihre eigene unorthodoxe Art. Im zweiten Fall geht es um ein kleines Mädchen, dass Hanna hilflos auffindet und unter ihre Fittiche nimmt. Und jetzt, bei ihrem dritten Fall muss sie sich mit einem Skrupellosen Verbrecherring auseinandersetzen, dem der Freund ihrer Nichte zum Opfer gefallen ist.

 

Gucken Sie rein bei: www.autorin-margarete-bertschik.de 

 


Brand-new from Sophie Kinsella:

 

LOVE YOUR LIFE

 

sophie’s introduction

Hello! I’m absolutely thrilled to reveal that I’ve been working on a brand new book! It’s coming later this year (27th October in the US/Canada and 29th October in the UK) and it’s called LOVE YOUR LIFE.

I hope it makes you smile, escape and even laugh. Click the links below to find out more about the book and to find out how to pre-order it.

And if you’re not in the UK/US/Canada then keep checking back here to find out when Love Your Life will be out in your country.

I really hope you enjoy it and hope everyone is well.

 

 

 

Sophie Kinsella hat viel zu bieten, schauen Sie rein und besuchen Sie Ihre Homepage!

 

            https://www.sophiekinsella.co.uk/


Michael Kothe, Jahrgang 1953, Diplomkaufmann und Wirtschafts-jurist, jonglierte über 30 Jahre lang von Berufs wegen mit Worten auf Deutsch und Englisch. Davon leben heute seine Geschichten und Romane. Verantwortungsbewusst-sein Partnern und Kunden gegen-über nimmt er ernst. Früher waren das in nationalen und internatio-nalen Rüstungsprogrammen die Industrie, Ämter und Ministerien, heute sind es seine Leserinnen und Leser.

 

Seinen Ruhestand verbringt er teils bei München – mit den Tatorten seiner Krimis vor der Haustür – und, teils in Galizien, dem grünen Norden Spaniens, wo er sich vorwiegend seinen Fantasyromanen widmet. Regelmäßig nimmt er mit Kurzgeschichten aus allerlei Genres an Wettbewerben teil. Auf diese Weise sind zahlreiche bestplatzierte Beiträge nach ihrer Veröffentlichung in seine eigenen Anthologien eingeflossen. 

 

 

»Gut gefüllte Wundertüte«.

Wie liefere ich einen Mörder aus - ohne Beweise und ohne mich zu erkennen zu geben? Was führt die düstere Babysitterin im Schilde? Hat der Gast immer Recht? Rettet der tollpatschige Raumfahrer die Menschheit? Warum kann ein Todesurteil erst nach 19 Jahren vollstreckt werden? Und war da nicht auch noch ein vergnüglicher Mord am Frühstückstisch? u.v.m.

 

 

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Hier eine Leseprobe aus QUER BEET AUFS TREPPCHEN

 

DIE HÖHLE 

Urheberrechte & Copyrights by Michael Kothe

 

 

Angst. Namenlose Angst. Anfangs hielt sie sich leicht über mich gebeugt. Mit der Zeit lernte sie, wie sie mich zur Verzweiflung brachte. Schwer presste sie sich auf mich, drückte mir die Augen zu, kroch mir in Mund und Nase und schnürte mir den Atem ab. Sie setzte sich mir auf die Brust, auf Arme und Beine und verbot mir, mich zu bewegen.

 

Kurz vor dem Ersticken bäumte sich mein Körper auf, ich schrie. Sand und Erde spürte ich im Rachen, ich würgte sie aus. Dämmerlicht nahm ich wahr, mein Bewusstsein kehrte zurück. Mein Körper fühlte sich geschunden an, Verletzungen stellte ich aber nicht fest. Die Erkenntnis über meine Umgebung jedoch versetzte mir einen bodenlosen Schrecken. Bodenlos? Vor Glück durfte ich reden, nicht noch tiefer gestürzt zu sein! Der Schacht setzte sich nach unten unendlich weit fort.

 

Ich bin keine Heldin. In meine Lage hatte mich mein Bestreben gebracht, als Hobbyarchäologin einen Erfolg vorzuweisen, ein einziges Mal nur in der Presse namentlich genannt zu werden. Immer war ich verlacht worden als die, die Sagen nachjagte und in Märchen abtauchte. Zwar berichteten jene von Schätzen, die hier draußen vergraben sein sollten, aber darauf gab ich nichts. Mir hatte es einfach das Erdloch angetan, das ich erforschen und über das ich berichten wollte.

 

»Licht!« Schrie ich. Immer wieder. Bis mir einfiel, dass ich allein war.

Der natürliche Schlot, in den ich gestiegen war, wies eine Engstelle auf. Als ich mich dort hindurchwand, zerbrach oben das Gestänge. Durch den Ruck hatte sich wohl meine Kletterleine losgerissen. Jedenfalls stürzte ich ab und sah den Karabinerhaken am Seilende mir nach fallen und, als ich auf dem Vorsprung aufprallte, an mir vorbeistürzen, soweit die Leine ihm erlaubte. Meine Lampe fiel hinterher. Die Rufe meiner Kameraden »Wir holen Hilfe!«, ermunterten mich nicht. »Warum wir? «, schrie es in mir, »sollte nicht einer an meinem Einstieg bleiben? «

 

Langsam wurde mir klar, dass ich auf mich selbst gestellt war. Ich lag auf dem Rücken, stemmte mich auf die Ellbogen. Ich wollte mich aufsetzen, doch stieß meine Stirn an die Decke meines Gefängnisses. »Die Leine«, fiel es mir ein, »die brauchst du noch.« Instinktiv drehte ich mich auf den Bauch und zog Hand über Hand das lose Seil ein und legte es in ordentlichen Schlingen ab. »Wozu ist es dir nütze?«, meldete sich mein Unterbewusstsein, »nach oben kannst es nicht werfen.« Da war sie wieder, die Angst! Zur Untätigkeit wollte sie mich verdammen, mir jeden Gedanken an Rettung nehmen.

 

»Und wenn ich schon wanderte im finsteren Tal …« Gläubig war ich gewiss nicht, aber nun spendeten mir die spontan gemurmelten Worte Zuversicht. Ich konnte doch etwas tun! Langsam tastete ich meine Umgebung ab. Meine Füße offenbarten mir einen Tunnel, der von dem Vorsprung sich waagrecht in der Wand fortsetzte. Umdrehen konnte ich mich nicht, unweigerlich wäre ich von dem winzigen Sockel gestürzt. Rücklings zog ich mich mit den Fersen in die Röhre, stets bedacht, bei einem Hindernis nicht in Panik zu verfallen. Je weiter ich eindrang, desto dunkler wurde es. Nach mehreren Körperlängen fühlten meine Hände ein Ansteigen der Decke, irgendwann konnte ich mich aufrichten. Meine Erleichterung schwand schnell, als mir bewusst wurde, dass eine im Dunkel unsichtbare Spalte mich so umso leichter verschlingen konnte. Spontan ließ ich mich auf alle Viere fallen und betastete jede Handbreit, bevor ich mich vorwärts wagte. Meine Finger griffen etwas Rundes. Ich befühlte die Scheibe, führte sie an meine Zähne und erkannte sie an ihrer Festigkeit und dem flachen Relief, das ich ertastete, als Münze. Ein Schatz! Woran ich nicht geglaubt hatte, bot sich mir aus freien Stücken. Es musste der Schatz aus den Sagen sein, zumal ich weitere Münzen fand und etwas Geschmeide. Alles schob ich in meine Taschen. Euphorie trieb mich tiefer in die Finsternis.

 

So weit vom Schlot entfernt, umschloss mich vollkommene Schwärze. Ob es Einbildung war oder ob wirklich jemand im Flüsterton zu mir sprach, war mir unmöglich festzustellen. »Willkommen«, vermeinte ich zu hören, »seit Langem hat uns niemand besucht.« Sicherlich spielte mir meine Fantasie einen Streich. Oder führte ich ein Selbstgespräch mit verteilten Rollen? »Wo bin ich? Wer seid ihr?«,  hörte ich mich fragen. Statt einer Antwort, glaubte ich eine Hand um meinen Arm zu spüren, die mich nach oben zog. Ich folgte und verspürte den unnachgiebigen Drang, weiter in die Höhle vorzustoßen, fort von dem letzten Bisschen Licht, das das Ende meiner Röhre als graue Scheibe erahnen ließ. Etwas zog mich, so wie jemand mit Höhenangst in den Abgrund starrt und sich hinabgezogen fühlt, beseelt von der Vorstellung springen zu müssen.

 

Weitere Stimmen drängten sich meiner Einbildung auf. »Komm weiter«, übersetzte mein Unterbewusstsein, »du bist in Sicherheit.« Echo erklang. Also war die Höhle weit, aber endlich. Etwas trieb mich weiter. Das Echo verstummte. Ich befand mich in einem Gang, konnte mit ausgestreckten Armen beide Wände berühren. Unter meinen Sohlen knirschte es und ich glaubte, darunter eine Wehklage gehört zu haben. Ich ging in die Hocke, meine Hand fuhr über den Boden. Panisch zog ich sie zurück, ich hatte Knochen berührt. »Komm weiter«, verlangte der Führer meines Unterbewusstseins, »pass auf deinen Weg auf! Die Vergangenheit fühlt Schmerz, wenn du ihre Reste zertrittst.«

 

»Wohin führst du mich?"                                                          

»Zu einer Erkenntnis, die sich euch Lebenden selten offenbart. Ihr kümmert euch nur um euer Jetzt oder sorgt euch um eure Zukunft. Ihr vernachlässigt eure Seele und vergesst. Hier erlangst du die Erinnerung wieder.«

 

Ungezählten Windungen folgte ich dem Gang und meinem Gefühl. Die Angst fiel von mir ab, Beruhigung und Neugier erfüllten mich, dazu ein nie so intensiv gespürter innerer Frieden. Kindheitserinnerungen stiegen auf, mein Toben auf der Wiese nahm ich ebenso mit den Augen wahr, wie ich den frischen Wind spürte, der mich mit dem Duft von Blumen und Wald umwehte. Meine Eltern, gestorben schon vor Jahren, saßen auf einer Picknickdecke. Ich war wieder das Mädchen, das unbeschwert das Leben genoss. Als ich den Blick hob, fand ich mich in einer riesigen Höhle. Ich folgte meinen Eltern bis in die Menge von Schemen, die sich als frühere Bekannte zu erkennen gaben. Über die Zeit hatte ich sie zum Teil schmerzlich aus den Augen verloren. Alles schien grau. Dennoch trübte die Eintönigkeit meine Freude keineswegs, sah ich doch eine bunte Welt, sobald ich die Augen schloss, und die Wiedersehensfreude überlagerte jedes Unbehagen.

 

»Bianca! Hörst du uns?« Dumpf klangen die Worte. Nach Ewigkeiten begriff ich ihre Bedeutung. Meine Kameraden waren zurückgekehrt, um mich hinaufzuholen. Aus der Dunkelheit zurück ins Licht!

 

»Kommst du wieder?«,

 

hörte ich meine Mutter fragen. Ich schluckte. Schon hatte ich mich umgedreht und hastete der Röhre entgegen, die mich zum Schlot geleitete.

 

»Ich bin noch hier! Es geht mir gut!«

 

»Wir lassen dir ein Sicherungsgeschirr herab und ziehen dich hoch. Beeil dich, die Schachtwand bröckelt schon! Lang hält sie nicht mehr, dann bricht der Schacht ein. Brauchst du noch etwas?«

 

»Mehr Licht!«, schrie ich, »nur mehr Licht!«

 

Schon hörte ich die Schnallen an den Wänden schaben, sah das Riemengeschirr. Dankbar lächelte ich. Dann fuhren meine Hände in meine Taschen, zogen Münzen und Schmuck hervor und ließen sie zusammen mit den von oben herabfallenden Steinen und Erdbrocken in den Abgrund rieseln. Ich band die Taschenlampe vom Seil und tastete mich in die Höhle zurück, in meine Vergangenheit.

 

 

 

ENDE

 

 

 


TRILOGIE: DIE CHRONIKEN DER WÄLDER

Diese E-Book-Trilogie "DAS ERWACHEN DER HÜTERIN" (Band 1), "DIE RÜCKKEHR DER ELYNN" (Band 2) sowie "DER TOD DER GÖTTER" (Band 3) bietet unseren Leserinnen und Lesern die Chance, eine sehr vielseitige Autorin kennenzulernen. Damit Sie mehr über sie erfahren können, besuchen Sie ihre Homepage:

 

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Esther S. Schmidt lebt in Frankfurt am Main. Seit 2005 ist sie in Zeitschriften und Anthologien vertreten und hat mit ihren Kurzgeschichten bereits mehrere Preise gewonnen. Mit ihren Romanen bewegt sie sich im Bereich der Phantastik. 2016 erschien ihr dystopischer Roman "DIE ZWEITE FINSTERNIS" bei Papierverzierer. 2020 folgte die Fantasy-Trilogie "DIE CHRONIKEN DER WÄLDER" bei dotbooks. Unter Pseudonym hat sie zudem einen Steam-Punk-Roman veröffentlicht.

In einer Welt, in der die Menschen Kriege um Macht und Einfluss führen, und die Elynn, die von den Göttern eingesetzten "Hüter der Wälder", kaum mehr als Legenden sind, müssen der Schwertsklave Daric und die Elynn Aroanida lernen, einander zu vertrauen. Schon bald empfinden sie mehr füreinander. Doch hat ihre Liebe die Kraft, auch ihre beiden Völker zu einen? Denn ein Feind erhebt sich, der nur gemeinsam besiegt werden kann.

 

E-Books des dotbooks-Verlags     überall erhältlich, wo         E-Books angeboten werden

 


Sophie's ever young oldie

from the swinging twenties but eternally current?

sophie’s introduction

“Twenties Girl is a little different from my other books, as it’s the only one to feature a ghost! I wondered what readers would think of the idea and was thrilled to get so many amazing comments from readers who loved the main character, Lara, and the feisty flapper-girl-ghost, Sadie.

Lara’s great aunt Sadie comes back to haunt her as a flapper girl from the Twenties. Lara doesn’t even believe in ghosts, but here this girl is and she can’t escape her! Sadie has a mission for Lara and she just won’t stop pestering her about an old dragonfly necklace. It’s a story of an unlikely friendship, a story of fashion, love, dancing, and some cringingly embarrassing moments! I do hope you enjoy it…”


 

 

Sophie Kinsella hat viel zu bieten, schauen Sie rein und besuchen Sie Ihre Homepage!

 

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