AKTUELLE MITTEILUNGEN AN ALLE

PIERRE MONTAGNARD VERBUNDENEN

 

Liebe Pierre Montagnard Autorinnen, Autoren,

Leserinnen, Leser, Freundinnen, Freunde und

alle sonst aktiven P. M. Zeitgenossinnen und

Zeitgenossen

  


Mitteilung vom 1.  Januar 2022

 

Sehr verehrte Autorinnen, sehr geehrte Autoren,

liebe Jugend und Junggebliebene,

liebe Leseratten, Wettbewerbs-Teilnehmer*innen,

liebe Literatur-Genießer*innen.

 

Wir, der Lesezirkel LeBuzEbjK, betreiben als Hobby unter anderem jedes Jahr eine Studie, worin wir einer ganz bestimmten Sache auf den Grund gehen möchten. Im zu Ende gehenden Jahr 2021 hatten wir unser Augenmerk gleich auf zwei Dinge ausgerichtet: auf die Bezeichnung ANTHOLOGIE und ebenso auf den Begriff NEWSLETTER.

 

Ersteres wird auch heute noch sehr häufig verwendet im Sinne eines Extrakts auserlesener Literatur – bei Lichte betrachtet also um das herausgepickte Beste von auch sonst schon sehr Gutem! Was Anthologie bedeutet und woher es stammt, kann man heute im Internet nachschlagen, es bedarf da nicht unserer kenntnisreichen Erläuterung.

 

Wir haben uns nun die Mühe gemacht, insgesamt 243 verschiedene Anthologien in deutscher Sprache durchzulesen. Was dabei herauskam, ist, um es so anständig wie nur möglich zu formulieren, beispiellos dürftig bis fast schon armselig. 

 

Wozu dieser Begriff für Auserlesenes herhalten muss, ist zum Teil dermaßen beschämend, dass es einer Ohrfeige für diejenigen gleichkommt, die ihre gelungenen Texte mit Fug und Recht in einer ANTHOLOGIE veröffentlicht haben möchten, sich dann aber wundern müssen, wenn dem entstandenen Gesamtwerk mit Naserümpfen begegnet wird. Oder auch der Tatsache, dass sie oder er bereits in mehreren Anthologien veröffentlicht hat. 

 

Schuld daran haben verschiedene Verlage, die auf Teufel komm raus "Anthologien" produzieren, unter dem Motto JE KA MI (jeder kann mitmachen), solange er den geforderten Seiten-Preis bezahlt und/oder eine vertraglich geregelte Anzahl Exemplare des nachmalig gedruckten Buches kauft. Einziger Zweck: Kommerz! Qualitativer Inhalt der "Anthologie": Nebensache! Literarischer Wert: Unwichtig!

 

Eine Anthologie von heute hat so mit dem, was ehemals darunter verstanden wurde, kaum mehr etwas zu tun. Wie so vieles andere leidet auch diese einst wertvolle Einrichtung an der Verwässerung der Qualität zugunsten einer Quantität, die sich in schierem monetären Profit niederschlägt. 

 

Trotzdem halten wir fairerweise fest: Es gibt sie noch, die literarischen Extrakte, die der Bezeichnung Anthologie gerecht werden! Aber sie werden immer seltener.

  

* * *

 

Eine der Hauptnebenbeschäftigungen all derer, die eine kostenlose E-Mail-Adresse unterhalten, ist das tägliche "Mülleimern" von unerwünschten sowie nie angeforderten NEWSLETTERN. Auch wenn man sich die Mühe macht, diese lästigen Anhängsel abzubestellen, kommen sie durch eine andere Hintertür wieder herein, oder – schlimmer noch – das Abmelden nutzt gar nichts, weil der E-Mail-Owner einen Vertrag mit dem Newsletter-Vertreiber unterhält und ein Abmelden gar nicht möglich ist.

 

Würden wir nur die Newsletters bekommen, die wir aus freien Stücken ausgesucht und bestellt haben, würde sich die Menge gut und gerne auf vielleicht zehn Prozent reduzieren. Stattdessen erhalten wir also so ziemlich das Zehnfache, mit täglich steigendem Zuwachs. Doch lässt sich natürlich auch damit Geld machen! So gibt es die Möglichkeit, sich durch Entrichten eines wohlfeilen Betrages die Werbung vom Leib zu halten. Wie etwa bei GMX. Man muss sich diese Unverfrorenheit und Frechheit einmal vor Augen führen: auch noch dafür zu zahlen, um mit weniger Werbung zugemüllt zu werden!

 

Dass auch seriöse Newsletter darunter sind, spielt schon fast keine Rolle mehr. Was zur Folge hat, dass deren Anliegen unter dem Überdruss und dem allgemeinen Imageverlust zu leiden haben. 

 

Das Ding, das wir monatlich versenden, heißt auch NEWSLETTER. Offen gestanden: Wir haben uns zu Beginn, also jetzt vor zwei Jahren, gar nichts dabei gedacht. Immerhin können wir feststellen, dass wir zu keinem Zeitpunkt einfach aufs Geratewohl hin etwas verschickt haben. Unser Newsletter wird von unseren Leserinnen und Lesern erwartet. Davon ausgenommen sind derzeit einzig jene Besucher unserer Seite, welche für den laufenden Schreibwettbewerb Punkte abgeben. Bei ihnen erlauben wir uns, in der Bestätigungs-Mail den aktuellsten Newsletter anzuhängen. Vielleicht sollten wir das nicht tun! Doch wir drehen dabei niemandem etwas an, wir verkaufen nichts und schaffen damit auch keine versteckten Abhängigkeiten.  Zudem bieten wir – zumindest ist das unser Bestreben – den Empfängern unterhaltsame Literatur an.

 

Der Pionier-Newsletter vom Januar 2020 wurde an zwölf Empfänger verschickt! Der Versand für die Dezember-Ausgabe 2021 belief sich auf 483, (vierhundert, achtzig, drei) und erreicht alle fünf Kontinente. Abbestellt haben ihn, über die ganze Zeit gesehen, neun Personen, angefordert und um rückwirkende Ausgaben gebeten haben ein paar hundert. Wir können damit sehr gut leben.

 

Trotzdem, oder gerade deswegen, nehmen wir per 31. 12. 2021 Abschied von der Bezeichnung NEWSLETTER. Ab Januar 2022 heißt unser monatlicher Versand LITERATUR-BOTE von pierremontagnard.com

 

 

Die Bezeichnung NEWSLETTER,

ist nicht mehr nach unserem Geschmack.