SCHREIB -  WETTBEWERB 2020

THEMA: DIE WELT RETTEN!?!


Der Schreib-Wettbewerb für das 2. Semester 2020

von pierremontagnard.com 

 

DIE WELT RETTEN

 

DIE SIEGER STELLEN SICH VOR

 

 

 

 

Bewertet wurden die Werke von:

 

Lesezirkel LeBuzEbjK 12 Personen 

mit insgesamt                                                          324 Stimmen

 

Mitglieder, Autorinnen und Autoren

14 Personen mit insgesamt                                     378 Stimmen

 

Leserinnen und Leser, welche unsere

Seite zwischen dem 15. Dezember 2020

und dem 31. Dezember 2020 besuchten

65 Personen mit insgesamt                                    1.755 Stimmen

 

Total Bewertungen 91 Personen                            2.457 Stimmen

 

 

 

Pauli Esposito Preis:

 

1. Rang und Gewinnerin von 150.- Euro in bar

 

Claudia Nelgen mit ihrem Werk Nr. 052

 

"DER GROßE WANDEL"

 

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch Claudia, der große Wandel ist Ihnen hervorragend gelungen, wir feiern und freuen uns mit Ihnen!

Claudia Nelgen: Einem ausführlichen Studium in Kanada und Deutschland (damals ging so etwas noch) folgte die langjährige Mitarbeit in einem psychosozialen und psychiatriekritischen Projekt in Berlin. Nach einem Wechsel ins Mutterdasein der Marke ‚Alleinerziehend’ und an einen anderen Ort wurde ich freiberuflich in der psychologischen Beratung tätig. Dann folgte meiner damaligen Interessenlage entsprechend ein weiterer Schwenk, diesmal in die Architektur. Fortan galt mein Engagement der Architekturpsychologie und ich wurde Redaktionsmitglied der Architekturzeitschrift Raum und Mensch. Unterdessen hatte ich bereits mit dem Schreiben von Kurzgeschichten begonnen, von denen einige in der Anthologien-Reihe kurz geschichtet (Autorengruppe Scriptum) veröffentlicht wurden.

 

 

 

DER GROßE WANDEL

 

Eine Welt ohne Geld?

  Eine Welt ohne Geld …

Vier Worte.

Der Beginn einer großen Liebe.

 

 

Doch vor dem Wort war der Zweifel, und er gierte nach Widerlegung. Natürlich. Wie anders könnte es sein, wenn das Selbstverständlichste der Welt infrage gestellt wird? ES – das Geld. ES – der Emulgator allen gesellschaftlichen Handelns und Usurpator der intimsten Räume des Zusammenlebens.

 

ES sollte es nicht mehr geben? Undenkbar!

 

Was würde dann passieren? Würde nicht ein heilloses Chaos ausbrechen? War ES nicht das alles ordnende Prinzip? Das Substrat unseres Alltagsbewusstseins? Das so überaus praktische abstrakt-allgemeine Äquivalent, mittels dessen Knappheit vermieden, Kreativität befördert und auf Teufel komm raus produziert wurde, um die Menschheit mit Waren und Dienstleistungen zu beglücken? War ES nicht die unsichtbare Hand, die alles sich fügen ließ im schwärmerischen Narrativ von Freiheit und Demokratie?

War das so?

 

Jetzt, da alles anders ist, wissen wir es.

 

Wissen, dass wir einer Lüge aufgesessen sind, einer, an die auch die Lügner glaubten. Nur wenige durchschauten ES – zu sehr waren alle damit beschäftigt, die aus dem Umgang mit IHM geborenen Regeln zu befolgen. So wie in einem Spiel, das ganz unschuldig beginnt mit der Erfindung des Würfels und dann zu einem erbitterten Kampf wird, in dem jeder gegen jeden antreten muss und um sein Leben würfelt.

 

Es gab keine Knappheit, sondern gnadenlosen Überfluss und gnadenlos überflüssiges. Es wurde nicht produziert, um mit Nützlichem zu versorgen, sondern einzig SEINER und seiner Vermehrung willen. Es gab keinen Wohlstand aller, sondern nur eines Fünftels der Menschheit. Weit mehr als die Hälfte darbte in elendem Mangel an allem, was es braucht, um würdig zu leben. War dazu verdammt, Verfügungsmasse zu sein, die, wenn nicht zu allem, so doch zu vielem bereit war.

 

Zuletzt auch zur Flucht, den Tod stets zur Seite bei dem Versuch, ein kleines bisschen Zukunft zu erhaschen.

 

Ja, unter SEINER Regie war alles zur Ware verkommen. Die Natur sowieso.  Selbst Zeit wurde dazu und Lebenskraft, Erbgut und Organe, Fantasie und Babys – nichts entging SEINEM Zugriff. Verschlissen wurden sie alle, ihre wundervolle Einmaligkeit degradiert zu käuflicher Beliebigkeit. Sie alle dienten IHM und seiner Vermehrung, Quelle des Reichtums und Verfügungsgewalt über alles und jeden.

 

Unter der Regie des Geldes gab es nurmehr Gewinner und Verlierer, der Anteil letzterer ständig wachsend.

 

Zuletzt konnten einzelne Menschen so viel ihr Eigen nennen, dass sie damit ganze Staaten hätten aufkaufen können.

 

Zuallerletzt war es so, dass es keinen Ausweg mehr gab.

 

Ernteausfälle ungeahnten Maßes durch Trockenheit, Hitze und Überschwemmungen. Sie konterkarierend: extreme Gewinnmargen an den Börsen durch Leerkäufe und Spekulationen. Dann die unmittelbare Gefahr eines Übergangs des Iran Krieges in einen Dritten Weltkrieg. Ein Super GAU in Frankreich und die Zerstörung Taiwans durch den gewaltigsten Taifun aller Zeiten. Endlich eine Weltfinanzkrise, gegen die alle voran gegangenen sich wie kleine Schülerexperimente ausnahmen.

 

Dies nur als grobe Skizze.

 

Und jetzt, zwei Jahre nach dem großen Wandel?

 

Ist alles anders. Natürlich.

 

Ganz natürlich.

 

Mit der Abschaffung des Geldes fiel gleißendes Licht auf die vorangegangenen Jahrhunderte. Wie ein düsteres Relief wurde nun das ganze Ausmaß an Natur- und Lebensraumzerstörung, an menschlicher Ausbeutung und gesellschaftlichen Verwerfungen erkennbar. Geistige Errungenschaften wie die Idee der Freiheit des Individuums oder der Demokratie standen als einsame Monolithen darin, mahnend wohl, aber doch zu Zerrbildern ihrer selbst verkommen.

 

Womit das Ausmaß dessen, was verändert werden musste, erstmals sichtbar wurde.

 

Denn nicht nur ES – und das Eigentum an ihm – war Träger einer verfehlten Menschheitsentwicklung. Eigentum generell und alles, was an Spielregeln zu seinem Schutz und seinem Erhalt geschaffen worden war, hatte sich in gleichem Maße als zersetzend für menschliches Miteinander erwiesen. Ein Zusammenleben – und es gibt nun mal kein Vorbei daran auf diesem kleinen Planeten – kann handelnd nur dann zum Wohle aller gestaltet werden, wenn allen bewusst ist, dass Natur und die Dinge, die sich mittels ihrer Ressourcen herstellen lassen, für die Dauer eines Lebens lediglich geborgt werden können.

 

Was für eine Einsicht!

 

Eigentum wurde abgeschafft. Und das Prinzip des ‚Besitzes‘ eingeführt.

 

Ein Prinzip, das jedem die Nutznießung aller im Alltag benötigten und für den Erhalt der Gesundheit, der Privatsphäre und der geistigen Interessen wichtigen materiellen Güter garantiert, werden diese doch als Grundvoraussetzung für die gedeihliche Entwicklung jedes Einzelnen erachtet.

 

Sichtbar wurde nun, wie das, was Nationen bisher bis zu den Zähnen bewaffnet verteidigt hatten, zu bloßem Blendwerk zusammenschmolz. Der nächste logische und alsbald erfolgende Schritt war daher die Abschaffung des Staats- und Nationalwesens. Menschengemachte Grenzen, Militär und all die politischen Institutionen zu ihrer Aufrechterhaltung … – es gab sie nun nicht mehr.

 

Und bald schon fragte man sich, weshalb man je bereit gewesen war, sie zu akzeptieren.

 

Der Wandel und seine Effekte traten mit jedem Tag deutlicher hervor. Der Empfehlung, sich in Allmenden zu organisieren, folgte man global. Überall entstanden Gemeinschaften, die – vernetzt mit dem Rest der Welt – nun die lokale Grundversorgung sichern und stetig Beiträge für die Weltgemeinschaft produzieren. Der sorgende Blick auf das, was unausweichlich und stets die Grundlage allen Lebens bildet, begleitet seitdem ihr Tun.

 

Die Versöhnung mit der Natur hat begonnen!

 

Das Herzstück des neuen Systems bildet indessen ein globaler Pool – der IT sei’s gedankt –   in dem sämtliche Erzeugnisse, seien sie materieller, sozialer oder geistiger Art, erfasst und aus ihm abgerufen werden können. Algorithmen erstellen die Ökobilanz, berechnen vertretbare Distanzen und optimale Transporte.

 

Jede Allmende leistet einen Beitrag. Jede Allmende hat Zugriff. Nichts wird dabei abgeglichen, denn Ungleichgewichte sind irrelevant.

 

Die Produktion veränderte sich hierdurch gravierend, denn Langlebigkeit und Qualität begannen umgehend Sollbruchstellen und Materialverschwendung zu ersetzen. Im Austausch miteinander wird nun enthusiastisch an der Optimierung von Gebrauchsgütern gefeilt, aber auch an der optimalen Behandlung von Kranken und an einem neuen, offenen Schul- und Forschungskonzept.

 

Doch galt es auch, all das bereitzustellen, was den globalen Zusammenhalt erst ermöglicht, wie etwa Gütertransport und Datentransfer, Katastropheneinsätze oder die Beilegung von Konflikten. Die Lösung bestand in der Bildung von Metaprojekten, vielfach eingesetzt und spezialisiert auf Troubleshooting und Logistik. Bald hieß es, sie seien die Synapsen des Systems, doch das ist übertrieben.

 

Innerhalb eines Jahres verbesserte sich die Lebenssituation der Menschen in den Regionen, die früher paradoxerweise als ‚Entwicklungsländer‘ bezeichnet worden waren, schlagartig. Gleichzeitig ging in ihnen die Geburtenrate so stark zurück, dass im dritten Jahr nach dem großen Wandel eine weltweite Stagnation des Bevölkerungswachstums zu verzeichnen war.

 

Ich hätte mit keinem Wort bisher von Arbeit gesprochen?

Doch, doch, es gibt sie noch, wie sollte es anders sein?

 

Sie wird in den Allmenden vergeben, jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Und nun ist sie auch wieder das, was sie über Hunderttausende von Jahren  gewesen sein dürfte: notwendiger Beitrag im Sinne des Ganzen zum Wohle jedes Einzelnen. 

 

Von dem, was in den einstigen Volkswirtschaften Arbeit genannt wurde, ist derweil wenig übriggeblieben. Hatten jene mehr als Zweidrittel aller Arbeitskraft und -zeit zur bloßen Aufrechterhaltung ihres abstrusen Geld- und Marktsystems vernutzt, so verblieben schon gleich nach dem großen Wandel nur mehr wenige Wochenstunden für jeden zu leisten.

 

Erstaunlich.

 

Wir hatten sie nicht bemerkt, die Absurditäten der Alten Zeit, als wir noch in ihr steckten.

 

Jetzt aber sind wir frei, und Zeit ist ein im Überfluss vorhandenes Gut, das leicht in schiere  Lebensfreude umzusetzen ist.

 

So einiges wäre freilich noch über die Zeit des Übergangs zu sagen, doch ist hier nicht der Platz dafür. Nur dies sei erwähnt: Friedlich verlief er! Und wesentlich vernünftiger als erwartet.

 

Ersteres mag das Produkt meiner Fantasie sein…; letzteres indessen ist wahr und einer famosen Simulation der neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu verdanken, die Monate vor dem Übergang schon digital zugänglich war. In ihr wurden alle Zweifel an der Machbarkeit des großen Wandels beseitigt, konnten doch detailfreudig die Möglichkeiten der Selbstorganisation aufgezeigt werden wie auch der Charme einer intelligenten Ökonomie, die sich die simplen Vorteile der IT zunutze macht, um einfach das zu tun, was nötig ist: alle – aber wirklich a l l e – zu versorgen. Und nebenbei die Welt zu retten.

 

Du glaubst es nicht?

 

Das ändert nichts an alledem.

 

Und nichts an meiner Liebe.

 

Zur Welt ohne Geld.

 

Wir werden sehen, wie es weitergeht. 

 

 

* * * * *


2. Rang und Gewinnerin von 100.- Euro in bar

 

Laura O. mit ihrem Werk Nr. 050

 

"Bis wohin geht unsere Gesinnung...?"

 

Herzlichen Glückwunsch Laura, Sie haben ein umstrittenes und schwieriges Thema virtuos und beeindruckend ans Licht gezerrt! 

Laura O. betätigt sich als freiberufliche Lektorin und Texter, (Hauptaugenmerk Korrekturlesen). Um ihre Batterien aufzuladen, liebt sie es, in ausgiebigen Wanderungen mit ihrem treuen Vierbeiner Keno in der Natur der Berge herumzukrakseln. Mehr allein auf den Bergen zu leben, während der Freundeskreis im Talboden zurückbleibt, hätte sie etwas seltsam gemacht, aber sie nimmt es als gutes Omen für einen Weg im kreativen Bereich, denn sie ist zurzeit gerade dabei, ihre Bewerbungsmappe für ein Studium der bildenden Kunst zusammenzustellen und gesteht uns lakonisch; „schließlich müsse ein Künstler etwas exzentrisch sein, denn wo bliebe sonst der Unterhaltungswert!“

 

 

 

Bis wohin geht unsere Gesinnungsgrenze, Verantwortung zu übernehmen, wenn es um den Auftrag geht, auch in dieser Hinsicht die Welt zu retten?

 

Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der ich an Happy Ends glaubte. An ein Schicksal, das uns am Ende doch noch zu einem guten Schluss führen würde. Das Schicksal aber hatte mich der Willkür des Zufalls überlassen. Ich wurde erwachsen und, schlimmer als meinen Eltern, war ich der Gesellschaft ausgesetzt. Jeder einzelne Mensch auf jeder noch so kleinen Straße konnte mein Ende bedeuten. Ungehört, blutend, allein.

 

Das war vielleicht das ausschlaggebende Element in meinem Werdegang. Die Angst. Und der Zorn, den sie mit sich brachte, wie ein unerwünschter Gast. Er nistete sich in einer dunklen Ecke meiner Brust ein. Er trat meine Zweifel mit Füßen und nährte sich von ihren Leichen. Und ich? Ich fasste einen Entschluss.

Es brauchte jahrelange, harte Arbeit. Ich studierte, vernetzte mich. Auf einem der Anlässe traf ich dann sie. Helena. Unsere Augen trafen sich und ich wusste, dass sie meinen Zorn sah. Die Angst erkannte. Ich konnte es in ihren Augen sehen und sie in meinen. Wir sprachen an diesem Abend über sie, über mich, uns und die Welt.

 

Nicht lange darauf stellte sie mir ihre Freunde vor. Ich war unter Gleichgesinnten. Sie alle hatten eine Geschichte zu erzählen, die die Angst in ihnen verankert hatte. Ich war anders, ich kannte Geschichten, malte sie mir aus, hörte sie. Ich lebte nicht in ihnen. Ich war nur in ihnen gefangen.Wir begannen zu arbeiten. Die einen in der Politik, die anderen im Rechtswesen, die anderen in der Wissenschaft. 23 Jahre arbeiteten wir. Und endlich, nach so langer Zeit hatten wir es geschafft. Das Vernetzen, das Arbeiten, alles hatte sich ausgezahlt. Wir hatten es geschafft eine weltweite Kommission einzusetzen, wie es noch nie eine gegeben hatte. Viele hatten gegen uns protestiert, viele für uns.Wir glaubten nicht an Prävention. Wir glaubten nicht an Besserung. Nein, wir glaubten, dass ein Feuer das andere ersticken konnte. Und wir ließen sie brennen.

 

Kinderschändern schnitten wir die Genitalien auf und ließen sie ausbluten. Vergewaltiger hängten wir. Menschenhändler hängten wir auch, nur an den Füßen, bis zu viel Blut in ihren Kopf sie umbrachte. Mörder, Attentäter, Drogenkartells, sie alle fanden ein passendes Ende. Das waren die, mit denen wir anfingen.Wir waren mächtig. Nicht mehr die ängstlichen, zornigen Kinder von früher. Und mir war das genug. Für eine Weile.

 

Aber sobald mein Rausch vorbei war, kamen die Ängste wieder. Ich hatte eine besondere Rolle, politische Macht. Meine Kollegen und früheren Freunde, so begannen meine Gedanken mir zuzuraunen, wollten auch Macht. Macht vertrieb die Angst schließlich und wir waren alle feige. Wenn ich begann so zu denken, dann schmiedeten sie vielleicht sogar schon Pläne.Dazu kamen die Zivilisten. Sie beschwerten sich, die Strafen wären zu hart. In manchen Gebieten würde es manche Gruppen härter treffen als andere.Unsere Reaktion kam, wenn vielleicht unverhofft für unsere Gegner. Für das verbreiten falscher Nachrichten verlor man nun seine Zunge. Das hatte sich Helena ausgedacht. Wie passend, fand ich.

 

Zwischen Pläne schmieden und meinen immer lauter werdenden Gedanken, machte ich ihr einen Antrag. Immerhin hatten wir länger als 20 Jahre auf dasselbe Ziel hingearbeitet und uns immer gegenseitig bestärkt. Immerhin kannten wir das Innerste des jeweils anderen. Den Zorn, der uns beflügelte. Sie sagte ja. Und so gründeten wir unsere eigene kleine Familie in einer schonungslosen Welt. 

 

Durch eine Kampagne von Helenas Freundinnen konnten wir Ehebrecher für die breite Masse in einen ähnlichen Kontext wie Kinderschänder bringen. Wir erlegten ihnen nur Kastration als Strafmaß auf. Danach kam die Pornoindustrie an die Reihe.Das alles löste niemals Alarmglocken für mich aus. Perverse waren Schmutz auf meiner Welt. Schmutz für mein Land und in meinem Haus. Kranke, denen nicht geholfen werden konnte. Schließlich schafften wir es den Schwulen und sexuell abnormen das Handwerk zu legen. War ihre unnatürliche Existenz nicht auch eine Gefährdung für unsere Kinder?Währenddessen gebar Helena mir einen Sohn. Thomas. Und was für ein starker Junge! Er hatte die eleganten Züge seiner Mutter. Ich war mit Freude Vater. Wenig Schlaf und meine öfter als nicht frustrierte Frau störten mich dabei nicht.

 

Helena vermisste ihr Amt. Sie konnte es nicht erwarten, zurück an ihren Arbeitsplatz zu kehren, wenn der Kleine alt genug war. Unsere Tochter, Lea, kam unerwartet. Helena war nicht erfreut. Ich wusste, dass sie über eine Abtreibung nachdachte. Sie wollte nicht noch ein Kind. 

 

Allerdings hatten wir drei Jahre zuvor Abtreibungen als Mord eingestuft. Noch wusste niemand von ihrer Schwangerschaft. Doch Helena kannte mich und ahnte, dass ich es nicht zugelassen hätte.

 

Ab und zu ertappte ich sie, wie sie mich ansah, wenn sie dachte ich bemerke es nicht. Da war keine Wärme, da war nicht der alte Zorn, der uns zusammenbrachte. Da war ein tiefschürfender Groll, der mir aus ihren dunklen Augen entgegenstarrte. Wie Rauch in einem fernen Gebirge, der sich über die Bergspitzen erhob. Ich nahm an, dass sie darüber hinwegkommen würde. Schließlich gab sie sich trotzdem Mühe mit den Kindern. 

 

Der größte Durchbruch meiner Karriere bei der Kommission war das absolute Verbot aller Suchtmittel. Meine Mutter war an Lungenkrebs gestorben, als ich 26 war. Sie hatte keine einzige Zigarette in ihrem ganzen Leben geraucht. Mein Vater hingegen paffte jeden Tag ein halbes Päckchen weg. Ich gab ihm die Schuld an ihrem Tod und genoss, dass ich ihn schließlich zum Aufhören gezwungen hatte. 

 

Mein Sohn war gerade in die Mittelschule gekommen, meine Tochter fast fertig mit der Grundschule, als Helena mich eines Nachmittags anrief. Hektisch erklärte sie mir, dass sie Thomas bei etwas erwischt hätte. Ich wimmelte sie ab, ich müsse arbeiten. Die Kindererziehung war jetzt ihre Aufgabe und während ich schon hin und wieder auf die Kleinen aufpasste, musste ich meine Aufgaben in der Kommission trotzdem ernst nehmen. Es klingt vielleicht hart, aber das Allgemeinwohl hat immerhin Priorität. Helena legte wortlos auf.

Als ich abends nach Hause kam, war unser Haus still. Thomas und Lea spielten im Wohnzimmer. Ich fragte sie, wo ihre Mutter sei und sie meinten, sie wäre einkaufen gegangen. Etwas genervt, dass sie die Kinder alleingelassen hatte, passte ich auf sie auf, bis meine Frau wieder zur Tür hereinkam. Zwei Stunden nachdem ich heimgekommen war.

 

Ich fragte sie, wo sie so lange geblieben war. Da war wieder dieser Groll, mit dem sie mich wortlos musterte, ehe sie die Kinder ins Bett brachte. Ich verstand es nicht. Wir hatten uns geliebt, hatten dieselben Ziele und Gefühle geteilt und doch war sie mir gegenüber immer kälter geworden. Warum?

 

So ging unser Alltag eine ganze Weile. Ich kam nach Hause. Meine Frau war abwesend. Meine Kinder wuchsen in einem Haus ohne Eltern auf. Mein Sohn kümmerte sich um meine Tochter. Da war Angst und da war Zorn.

 

Eines Abends, mein Sohn war schon 16, meine Tochter 15, klopfte es schließlich an meiner Tür. Ich hatte es kommen sehen. Vor Jahren schon. Die Kälte, die Abwesenheit, die abgehackten Gespräche. Draußen stand der Hauptmann unserer Exekutive. Meine Frau hatte mich betrogen.

 

Ich stand da, hinter einem dieser zweiseitigen Spiegel und schaute mir an, wie sie gestand. Sie redete über uns, unsere Liebe, unsere Beziehung. Und dann warf sie mir vor, sie hintergangen zu haben. Sie mit unserem Sohn alleingelassen zu haben, ihr eine zweite Schwangerschaft aufgedrängt zu haben. Es gab mir einen Stich. Ich wusste, dass sie arbeiten wollte. Aber als unsere Tochter alt genug für den Kindergarten gewesen war, hatte Helena keinerlei Relevanz mehr für die Kommission. Ich wollte unseren Lebensstil nicht gefährden. Ihren Lebensstil. Und sie warf es mir vor.

 

Sie warf mir vor in der Erziehung meiner Kinder versagt zu haben, weswegen unser Sohn verweichlicht war. Ich horchte auf. Unser Sohn? Warum sollte er verweichlicht sein?

 

Helena redete viel in dem kleinen Raum. Erzählte dem Mann, der das Protokoll führte, alles. Eine Stunde erzählte sie und als sie fertig war, drehte sie sich zu dem Spiegel, als ob sie gewusst hätte, dass ich dahinter stand. Sie beobachtete das Material mit diesem wütenden Blick und grinste schließlich.

 

Am selben Abend noch stellte ich Thomas zur Rede. Er schaute mich mit zusammengekniffenen Augen an. Warf mir vor seine Mutter verraten zu haben. Mir gingen die Nerven durch. Ich hatte meine Frau eine stundenlange Hasstirade über mich und unser Leben geben sehen. Ich war müde und wütend. Ich schlug meinen Jungen nicht, aber ich gab ihm einen Stoß. Er wankte gegen seinen Schrank, die Tür ging auf. Da lag mein Sohn vor mir. Neben ihm die Hosen, die ich ihm am Schulanfang gekauft hatte. An der Kleiderstange hingen Hemden, zwei Jacken und drei Kleider. Ich musterte das Bild. In meinem Kopf pochte das Blut, als ob mir eine Ahnung an meine Schädelwand hämmerte. Wo verstecken Teenager ihre privatesten Sachen? 

 

Bevor er mich aufhalten konnte, schritt ich zu seinem Bett und schob es zur Seite. Darunter hervor purzelten so einige Dinge. Hohe Schuhe, Schminke, die Helena abhandengekommen war, ein T-Shirt, das meine Tochter verloren hatte. Ein kleiner Schuhkarton. Ich öffnete ihn. Bilder von meinem Sohn in Frauenkleidung. Wie er mit anderen Perversen lachte. In einer Runde saß, trank und feierte. Als ob sich meine ganze Familie gegen mich verschworen hätte. Er stand hinter mir, bewegungslos. Wir hielten beide den Atem an. Beide weil unser Leben gerade an uns vorbeirauschte.

 

Die Tür ging auf und wir drehten uns zugleich um. Meine Tochter stand da. Ein Küchenmesser in der Hand. Ihre dunklen Augen blitzten und sie sah aus wie ihre Mutter, als sie mich so hasserfüllt anstarrte. 

 

„Rühr meine Schwester nicht an!“, schrie Lea mich an. Ich war perplex. Thomas war perplex. „Lea, was tust du?“, ich wusste nicht wie mir geschah. Ich blickte Hilfe suchend zu Thomas, doch der wandte den Blick ab. „Thomas?“

 

Schließlich sagte er: „Ich bin kein Mann, Papa. Ich meine, ich bin einer, aber ich bin wirklich eine Frau. Ich …, meine Freunde nennen mich Katharina.“ Jetzt schaute er mir in die Augen. Er war größer als ich. 5 cm. Seine Stimme war tiefer als meine. Er hatte Helenas Züge, kantiger, aber doch ihre eleganten Züge. Die Züge meiner Frau. Der Frau, deren Ziele ich zerstört hatte, indem ich meine Arbeit über ihre gestellt hatte. Die gerade zu einer Operation gezwungen wurde und lebenslang unter Beobachtung der Kommission stehen würde. Helena, die mich vor meinen Kollegen lächerlich gemacht hatte. Und vor mir standen unsere Kinder. Mein Sohn, der kein ganzer und kein halber Mann war und meine Tochter, die mir Gewalt androhte. Ich verstand nicht. Meine Brust schmerzte. Ich konnte meinen Kollegen nicht vertrauen, meinen Freunden nicht vertrauen, meiner Frau nicht trauen, meinen Kindern nicht trauen. 

 

Ich nickte nur. Dann ging ich vorbei an den beiden. In der Küche holte ich mir eine Flasche Whisky. Ich holte vier Gläser raus, schenkte jedes ein und setzte mich in unser Wohnzimmer. Auf die gemütliche Couch, auf die Helena bestanden hatte. Ich stellte die Gläser auf dem Wohnzimmertisch ab, wo Lea und Thomas - Lea und Katharina? – ein paar Strichmännchen hineingeritzt hatten. Dort stieß ich mit dem Vergehen an, das mein Leben gewesen war.

 

Helena kam zwei Monate später nach Hause. Und zog prompt aus. Sie konnte weder mich noch unsere Kinder ertragen. Diesen erlaubte ich bei mir zu leben. Ich war müde von der Angst und dem Zorn. Ich wollte endlich glücklich sein. Doch gerade als ich mein Amt niederlegen wollte, kamen mir meine Kollegen zuvor. Schandtaten zu verschweigen, war eine Straftat. Sie wussten von Helena, sie wussten von Katharina. Was hatte ich erschaffen?

 

 

* * * * *


3. Rang und Gewinnerin von 50.- Euro in bar

 

Jennifer Tausch mit ihrem Werk Nr. 008

 

"DAS RECHT HAT DEM UNRECHT NICHT ZU FOLGEN"

 

Herzlichen Glückwunsch Jennifer! Sie schafften es, den Leserinnen und Lesern ein Drama ohne Schminke aufzuzeigen, welches zum Nach-denken verpflichtet. Chapeau!

Jennifer Tausch, geboren 2000 in Heilbronn, schreibt schon Geschichten seit sie das Schreiben gelernt hat. Aufgewachsen ist sie als Tochter russischer Eltern in einer kleinen Stadt namens Lörrach, die in der Nähe von Basel liegt. Heute lebt sie in Freiburg und studiert Jura an der Albert-Ludwigs-Universität, mit dem Schwerpunkt der strafrechtlichen Sozialkontrolle. Dort vertieft sie sich in den Fächern Kriminologie, Strafprozessrecht und Strafvollzugsrecht. In ihrer Freizeit schreibt, zeichnet und singt sie und betreibt ihren eigenen Blog für Poesie.

 

 

 

Das Recht hat dem Unrecht nicht zu weichen

 

Es war ein Montag, als ich die Anwältin kennenlernte. Meine Schuhe waren abgelatscht, der Stoff faserig und die Sohle so dünn, dass ich jeden Kiesel auf dem Weg gespürt habe. Dazu diese Löcher, grobe Ovale entlang der Hacke, entsetzlich, alles befleckt von butterweichem Teer. Autos schmetterten mir brühheißen Abgas und Schotter gegen meine Knöchel. Trotzdem latschte ich immer weiter auf dem abgemagerten Trampelpfad durch die Spelz Gerste am Straßenrand, der in Abfluss-Gräben voller Wildkraut abwanderte.

 

Als ich die Kanzlei betrat, bestimmt Stunden später, wurde ich sofort in ihr Büro geschickt. Sie würde bereits auf mich warten, so die Dame im Empfang.


Die Anwältin trug ein blaues Hemd. Neben ihr stand eine Stehlampe, ein Gestänge aus lackiertem Etwas und grünem Keramikfuß. Über ihr schwebte ein eingerahmtes Bild; eine Oasenlandschaft mit glänzenden Wasserstellen. Sie begrüßte mich steif und ignorierte mein peinliches Schuhwerk. Dann unterbrach sie das Klicken mit dem Kugelschreiber und sagte, was ich längst wusste.

 

„Sie müssen wissen, dass sich das Urteil ihres Bruders wahrscheinlich nicht aufheben lässt. Für eine Wiederaufnahme fehlen uns neue Beweise, die seine Schuld mildern würden.“

 

„Ich weiß“, sagte ich in den Raum. Die Anwältin schien erleichtert. Sie holte zwei blaue Aktenordner aus ihrer Schublade, ich klemmte und quetschte meine Füße unter den Stuhl. Ich muss an meinen Bruder denken. Bruder. Eigentlich waren wir nur zufällig im gleichen Kinderheim, später in der gleichen Pflegefamilie. Weil wir nie getrennt wurden, wurden wir zu Geschwistern. Später brach der Kontakt ab. Dann sein Gesicht, in der BILD, im Fernsehen, sogar in den sozialen Netzwerken. Dann das Urteil.

 

„Seit der Reform vor drei Jahren, sammele ich Fälle, wie die ihres Bruders. Mit etwas Glück könnte ich also zumindest ein wenig Zeit gewinnen.“

 

„Zeit ist alles, was uns bleibt“, sagte ich trocken.

 

Die Anwältin erzählte von der Reform, blätterte und blätterte, Statistiken, Daten, Fehler, Möglichkeiten, Chancen, aber ich blieb gedanklich bei meinem Bruder.
   Ich sah seine müde, alte Gestalt, einen traurigen Körper in einer viereckigen Zelle.


Mit meinen Fingern malte ich ein Quadrat auf den Tisch der Anwältin.

Ich sah den Gerichtssaal, ein Werk aus grauen Linoleum, und sah meinen Bruder dort sitzen, Anklage, Urteil und Tschüss. Ich sah uns als Kinder, ihn und mich. Ich sah das Schreien, das Weinen, das Schluchzen. Ich sah die Flecken auf seinem Körper. Ich sah ihn, völlig wutentbrannt, wie er schimpfte und alles kaputt schlug, die Schranktüre, seine Lokomotive. Er war ein Kind. Ich sah seinen kleinen Körper. Er musste zu viel sehen.

 

„Vor allem ist es wichtig, dass sie auch Abstand von der Situation gewinnen. Ich kenne viele Angehörige, die daran kaputtgehen, dass jemand aus ihrer Familie…“, hörte ich die Anwältin plötzlich sagen.

   „Ein Mörder ist“, antwortete ich. Sie starrte mich mit verlegenen Augen an und nickte.

 

„Die Beweislage ist eindeutig, wie sie wissen“, fügte sie noch hinzu.

 

Mein Bruder war ein Mörder. Ich las, was die Presse sagte, stöberte durch die Akten, hörte Zeugen, saß stundenlang auf dem unbequemen Stuhl im Gerichtssaal. Gutachten, Psychologen, Rechtfertigungsgründe, Vorsatz, Schuldfähigkeit, alles wurde durchgekaut. Er hat einen anderen Mann umgebracht, vermutet wird das Motiv der Habgier. Mein Bruder war ein Mörder. Der tote Fremde hatte Angehörige, sogar eine Frau. Und dennoch, alles, was ich sah, war die kleine Randnotiz. So klein und unbedeutend für das Urteil, dass es nur an den Rand gequetscht wurde, irgendwo in einer der Akten;

 

Borderline-Erkrankung, evtl. Posttraumatische Belastungsstörung?

 

 

„Ihr Brief hat mich sehr bewegt. Ich habe sofort gemerkt, wie viel sie zu der neuen Reform recherchiert haben, weswegen ich ihnen meine Hilfe anbieten werde. Ich werde tun, was in meiner Macht steht“, sagte sie. Ihre Stimme klang selbstsicher, aber kühl. Heute würde sie die Akte wieder in ihre Schublade stopfen und abends ein Glas teuren Weins genießen, dachte ich. Und dennoch zeigte ich mich dankbar.


Ich stellte mir die Anwältin vor, wie sie als junge Frau durch die Vorlesungssäle stolzierte. Das Streben nach Gerechtigkeit. Die Wahrheit wird euch frei machen. Irgendetwas davon kritzelte sie damals bestimmt in ihren Terminplaner.

Während die Anwältin mir Formulare übergab, entdeckte ich in ihrem Büro ein weiteres Bild an der Wand; „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Ein eingerahmter Schriftzug. Ein eingerahmtes Grundrecht. Unantastbar. Unantastbar. Unantastbar! 

 

Ich fragte mich, ob alles bloß aus leeren Hüllen besteht. Ob das Wort unantastbar eigentlich bedeutete; manchmal ist die Würde auch verrechenbar, angreifbar, verhandelbar. Manchmal, wenn es Mörder sind, Kinderschänder, Vergewaltiger. Manchmal, wenn es zu viel Ungerechtigkeit gibt, wenn zu viel passiert, zu viel Statistik, zu viel Schrecken, zu viele Opfer. Dann muss der Staat durchgreifen. Denn Mörder sind Mörder. Sie werden sich nie ändern können. Das Recht hat dem Unrecht nicht zu weichen. Mein Bruder war eben ein Mörder. Seine Geschichte bleibt eine Randnotiz. Er war eben ein Mörder.

 

Als sein Urteil gesprochen wurde, wusste ich, dass es ihn nicht berührte. Er hatte nicht den Wunsch, wieder Kind zu sein, unschuldig, weg von alldem, zurück in wiegende Arme. Im Gegenteil, er schien sogar dankbar. Die Welt, die er kennenlernte, blieb ihm treu. Das Missvergnügen, das andere Leben nannten, kannte er nur so. Das Urteil überraschte ihn nicht. Auch die Leute schienen nicht überrascht. Es war nur eine Frage der Zeit. Sie schickten mir keine Karten oder Briefe.

 

Es war doch nur eine Frage der Zeit. Das Urteil freute die Leute. Wozu einen Mörder resozialisieren? Wozu das ganze Geld, die Bemühungen und Bestrebungen.


Wäre es nicht die Todesstrafe geworden, hätten die Leute sich bei ihren Liebsten darüber aufgeregt, beim gemeinsamen Lachs am Esstisch aus Wildeiche, die Erbsen vor Wut den Teller runter kullernd. Und danach hätten sie ihre Kinder ins Bett gebracht, froh

darüber, dass bei ihnen die Welt ein bisschen heiler ist.

 


Mein Bruder war eben ein Mörder. Seine Würde antastbar.

 

 

* * * * *


Und hier die vollständige Rangliste, aller bewerteten Werke.

 

NAME ODER PSEUDONYM    BEITR.   EIGENER TITEL ODER UNTERTITEL  Punkte      THEMA (A, B, C)                              NR.

 

Claudia Nelgen (A)              052        Der große Wandel                                288

Laura O.          (C)                 050       Bis wohin geht unsere Gesinn… .      263

Jennifer Tausch (C)             008        Das Recht hat dem Unrecht nicht..    258

Alexander Zar (B)                 044       Demokratie, Der lange Weg                216

Finn Lorenzen (A)                042        Die zwei Seidendamen                        212

Sarah Schubert (C)              035        Wäre die sofortige Todesstrafe….?   176

Michael Kothe (A)                034        Der »Grove«                                         172

Dirk Tilsner (B)                     014       Die Umgehung des Kerns                 158

Astrid Holzmann (C)            032        Zu Thema C                                          144

Marlene Stadler (A)              040       Thema A Geld                                        126

Alexander Zar (A)                 039       Geld macht doch glücklich                  112

Jenny Schon (A)                   037       Die Quittung (eine Weihnachtsge..)      98

Maria Wieruszewska (A)      027       Wenn Geld nichts mehr wert sein w..   78

Sonja Berka (A)                    047       Der konkrete Plan                                   48

Bernhard Horwatitsch (A)   025       Vision für eine neue Ökonomie          38

Masurath Jutta Ina (A)         017       Du warst es nicht                                    36

Masurath Jutta Ina (B)         018       Quecksilber im Gesicht                          33

Jolanda Martin (C)               009       Apokalypse                                              09

 

 

Total bewertete Beiträge                 18

Insgesamt eingereichte                   52

Nicht anerkannte                               7

Im Newsletter vom 15. Januar 2021 werden wir den Schreibwettbewerb für das 1. Semester 2021 bekannt geben. Wir freuen uns, wenn Sie wieder dabei sind und Freunde und Bekannte ebenfalls darauf aufmerksam machen. Noch einmal herzlichen Dank an alle Teilnehmer.  

 

Adeú,     Adiós,     Salut,     Servus,     Tschou,     Tschüss.